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27.02.2019

Mittelstandsfinanzierung: Bawag kauft mit Gleiss Lutz BFL Leasing

Die österreichische Bawag-Gruppe kauft den deutschen Leasingfinanzierer BFL Leasing von der BFL Gesellschaft des Bürofachhandels. Während hinter der Käuferin internationale Private-Equity-Häuser stehen, ist der Meiheitseigner der Verkäuferin der Mittelstandsfinanzierer VR-Leasing. Dieser Leasingspezialist gehört der DZ Bank.

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Jan Balssen

Die BFL Leasing beschäftigt rund 75 Mitarbeiter, der Wert der gesamten Assets belief sich Ende 2017 auf rund 600 Millionen Euro. Hauptsitz des Leasingfinanzierers, der  für Handels- und Systemhäuser arbeitet, ist in Eschborn bei Frankfurt. Das Unternehmen mit mehr als 140 Teilhabern sowie rund 50.000 Kunden gilt als einer der bedeutenden IT-Finanzierungsspezialisten in Deutschland.

Zur Bawag-Gruppe, der börsennotierten Holdinggesellschaft der Wiener Bawag P.S.K., zählen auch die Banktöchter Easybank und Start:bausparkasse in Österreich sowie Südwestbank und Deutscher Ring Bausparkasse in Deutschland. Die Firmengruppe, hinter der die New Yorker Beteiligungsfirma Cerberus Capital Management sowie der Vermögensverwalter Golden Tree stehen, wies Ende 2017 eine Bilanzsumme von rund 46 Milliarden Euro aus.

Berater Bawag
Gleiss Lutz (München): Dr. Jan Balssen (Federführung; Corporate/M&A), Steffen Carl (Corporate), Dr. Stefan Mayer (Steuerrecht), Dr. Jens Günther (Arbeitsrecht), Dr. Burkhard Jäkel (Finance/Leasing; Frankfurt), Dr. Jacob von Andreae (Öffentliches Recht; Düsseldorf), Dr. Tobias Harzenetter (Corporate), Dr. Alexander Molle (IP/IT; Berlin), Dr. Iris Benedikt-Buckenleib (Kartellrecht), Vanessa Bayliss (Finance/Leasing), Dr. Philip Naab (Immobilienrecht), Dr. Dirk Scherp (Compliance & Investigations; alle drei Frankfurt); Associates: Dr. Olaf Hohlefelder, Stephanie Dausinger, Anselm Christiansen (Stuttgart; alle Corporate/M&A), Dr. Matthias Schilde (IP/IT; Berlin), Dr. Ocka Stumm (Steuerrecht), Dr. Matthias Böglmüller (Arbeitsrecht), Dr. Timo Bühler (Bankaufsichtsrecht), Dr. Mohamed Assakkali (Finance/Leasing), Marina Stoklasa (Compliance & Investigations; beide Frankfurt), Aylin Hoffs (Öffentliches Recht; Düsseldorf), Simon Wegmann (Datenschutzrecht; Berlin), Dr. Britta Kamp (Commercial Contracts; Stuttgart)
Inhouse Recht (Wien): Matthias Brandl (Senior Legal Counsel) – aus dem Markt bekannt

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Oliver Wolfgramm

Berater VR-Leasing
CMS Hasche Sigle (Frankfurt): Dr. Oliver Wolfgramm (Federführung; Corporate/M&A), Andrea München, Dr. Markus Pfaff (beide Bank- und Finanzrecht), Stefan Lehr (Kartell- und Wettbewerbsrecht), Philipp Lotze (Technologie, Medien, Kommunikation), Dorothée Janzen (Commercial), Johanna Hofmann (Immobilienwirtschaftsrecht), Yvonne Wolfgramm (Arbeitsrecht/Pensions), Dr. Navid Anderson Counsel, Dirk Baukholt (beide Corporate/M&A), Dr. Jörn Heckmann (Technologie, Medien, Kommunikation); Associates: Ayleen Görisch (Corporate/M&A), Patrick Schultz, Laura Bungart (beide Bank- und Finanzrecht)
Inhouse Recht (Eschborn): Axel Kämper – aus dem Markt bekannt
Inhouse Steuern (DZ Bank; Frankfurt): André Krause (Gruppenleiter Steuerberatung), Julia Leopold – aus dem Markt bekannt

Hintergrund: Die Bawag-Gruppe hat sich in den vergangenen Jahren zu einem Dauermandanten von Gleiss-Transaktionspartner Balssen entwickelt. Seit einem erfolgreichen Pitch für die Beratung zum Erwerb der Südwestbank 2017 haben Balssen und sein Team auch den Zukauf von Deutscher Ring Bausparkasse im Herbst 2018 beraten. In Österreich wird die Bawag-Gruppe bei Deals in der Regel von bpv Hügel unterstützt, sie greift aber auch auf Fellner Wratzfeld & Partner zurück. Dorda hingegen ist bei Rechtsstreitigkeiten an ihrer Seite. Für die steuerliche Due Diligence wurde hier dem Vernehmen nach Deloitte mandatiert.

CMS Hasche Sigle war hier erstmals für VR-Leasing tätig. Die Kanzlei setzte sich in einem Pitch durch. Kleinere Transaktionen stemmt das Inhouse-Team von VR Leasing häufig selbst, im Kartellrecht greift das Unternehmen regelmäßig auf Allen & Overy zurück, wie 2011 beim Erwerb des genossenschaftlichen Factoringunternehmens VR Factorem. 2013 kam Hogan Lovells über einen Pitch erstmals zum Zuge, als es um den Verkauf der russischen Tochter ging.

Steuerliche Themen bearbeitete die Steuerabteilung der VR-Leasing-Muttergesellschaft DZ Bank. Leopold und Krause sind beide als Steuerberater und Rechtsanwalt qualifiziert.

Die Transaktion beurkundet hat JUVE Recherchen zufolge Dr. Alexander Haines vom Notariat Faust Gerber Haines in Frankfurt. (Geertje de Sousa)

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