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25.07.2019

Sondervermögen in Token: CMS-Mandantin Peakside legt Immobilienfonds über Blockchain auf

Der Frankfurter Investmentmanager Peakside hat im Juni einen blockchainbasierten Immobilienfonds aufgelegt. Dafür nutzte das Unternehmen die digitale Plattform ScalingFunds des Berliner Softwaredienstleisters Brickblock. Ziel des Fondsanbieters ist es, über die Blockchain-Anwendung das Tempo von Investments in Sondervermögen zu erhöhen. Zudem will er mit einer niedrigeren Mindestsumme eine größere Zahl an Investoren ansprechen.

Markus Häuser

Markus Häuser

Mit der Auflage des Peakside Income Fund I setzen beide Unternehmen ihr erstes gemeinsames Fondsprojekt um, sie hatten eine Zusammenarbeit bereits im Herbst vergangenen Jahres vereinbart.

Brickblock Digital Services bietet mit ScalingFunds eine Serviceplattform an, die Fondsanbieter für ihre Vehikel nutzen können. Neben dem blockchainbasierten Register sind die Investmentzertifikate auch in einem herkömmlichen Verzeichnis des Treuhand- und Fondsverwaltungsdienstleistlers Sanne Group hinterlegt.

Für den neuen Peakside-Fonds liegt die Mindestzeichnungssumme bei 125.000 Euro. Der inhabergeführte Fondsmanager strebt für das neue Sondervermögen Eigenkapital in Höhe von 200 Millionen Euro an und rechnet über die Laufzeit des Fonds mit einer jährlichen Ausschüttung von vier Prozent plus eventueller Verkaufserlöse.

Angelegt werden soll das Geld in Büroimmobilien, die ein Transaktionsvolumen zwischen 15 und 75 Millionen Euro haben und bevorzugt in deutschen Top-Märkten liegen sowie in Städten mit 250.000 bis 650.000 Einwohnern. Der Anteil an Fremdkapital in der Akquisitionsfinanzierung soll maximal 50 Prozent betragen.

Peakside verwaltet für institutionelle Anleger ein Immobilienvermögen von über einer Milliarde Euro. Schwerpunkte der Engagements liegen in Deutschland, Polen und Tschechien. Insgesamt beschäftigt das Unternehmen rund 30 Mitarbeiter und unterhält Standorte in Frankfurt, Warschau, Prag und Luxemburg.

Berater Peakside Capital
CMS Hasche Sigle: Dr. Markus Häuser (Technologierecht; Federführung; München), Dr. Daniel Voigt (Investmentrecht), Dr. Tillman Kempf (Steuerrecht; beide Frankfurt); Associates: Dr. Markus Kaulartz (Technologierecht), Dr. Sebastian Sedlak (Investmentrecht; Frankfurt)

David Louis

David Louis

Berater Brickblock Digital Services
Charles Russell Speechlys (Luxemburg): David Louis (Investmentrecht)

Hintergrund: Peakside Capital arbeitete zuerst mit dem Kölner CMS-Partner Heinz-Joachim Kummer zusammen, um Luxemburger Investmentvermögen in Deutschland zu platzieren. Inzwischen beriet CMS Hasche Sigle das Unternehmen schon mehrfach. Die Federführung bei der Fondsauflage hatte wegen der Blockchain-Komponenten der Münchner Partner Häuser inne. In seinem Team arbeitet der auf solche Technologiethemen spezialisierte Senior Associate Markus Kaulartz.

Für Brickblock war als externer Berater David Louis tätig, der Luxemburger Standortleiter der internationalen Kanzlei Charles Russell Speechlys. Sie berät den Dienstleister auch in anderen Angelegenheiten und zählt elf Standorte in Europa, dem Mittleren Osten und Asien. Zu Brickblocks ständigem Beratergremium gehören unter anderem die beiden Partner Axel von Goldbeck und Dr. Wolfgang Richter aus der britischen Kanzlei DWF, die im Frühjahr an die Börse ging. (Raphael Arnold)

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