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28.08.2019

Milliarden-IPO: Teamviewer steht mit Freshfields und Skadden in den Startlöchern

Der größte Börsengang des Jahres ist in Vorbereitung: Das Software-Unternehmen Teamviewer aus dem schwäbischen Göppingen will noch vor Jahresende an den Prime Standard der Frankfurter Börse gehen. Dabei sollen voraussichtlich nur Aktien des aktuellen Eigentümers Permira platziert werden. Der britische Finanzinvestor will damit fünf Jahre nach seinem Einstieg Kasse machen.

Rick van Aerssen

Rick van Aerssen

Zuletzt wurde darüber spekuliert, dass Permira 30 bis 40 Prozent der Anteile loswerden will. Experten schätzen, dass das schnell wachsende und hoch profitable Unternehmen bei einem Börsengang insgesamt mit vier bis fünf Milliarden Euro bewertet wird. Damit könnte das Volumen des Börsengangs bis zu zwei Milliarden Euro betragen. Permira hatte das erst 2005 gegründete Unternehmen 2014 für 870 Millionen Euro gekauft. Der Börsengang wird von einem Konsortium unter der Führung von Goldman Sachs und Morgan Stanley begleitet.

Teamviewer hat eine Software entwickelt, mit der sich Firmencomputer aus der Ferne warten und steuern lassen. Mit dieser können sich Experten direkt auf die Rechner von Mitarbeitern schalten, um deren IT-Probleme zu lösen.

Berater Permira/Teamviewer
Freshfields Bruckhaus Deringer (Frankfurt): Rick van Aerssen, Simone Bono (London; beide Kapitalmarktrecht), Dr. Markus Paul, Dr. Sabrina Kulenkamp (beide Gesellschaftsrecht/M&A), Dr. Michael Josenhans (Finance), Dr. Norbert Nolte (Datenschutzrecht; Düsseldorf), Dr. Stephan Denk (Compliance; Wien), Claude Stansbury (Steuerrecht; Washington, D.C.), Dr. Alice Jenner (Arbeitsrecht); Associates: Dr. Carsten Haak, Dr. Kai Werner, Kai Jungbluth, Dr. Florian Bader, Siegfried Büttner, Dr. Timo Fiebelkorn, Shruti Dusaj, Alexander Canahuate (beide London; alle Gesellschaftsrecht/M&A), Yara Bevaart, Dr. Simon Reitz, Maria Risse, Christina Banz (alle Finance), Dr. Frank Schaer, Judith Römer (beide Arbeitsrecht), Benjamin Zoch (Datenschutzrecht; Düsseldorf), Eva-Maria Lohse, Dr. Simon Funk, Dr. Elisabeth Wulf (alle IP/IT), Dr. Lukas Bauer (Compliance; Wien), Rudi Hasenberg, Karen Kim (New York; beide Steuerrecht), Catharina Minners (Immobilienrecht)
Ernst & Young (Eschborn): Thorsten Krummheuer

Berater Banken
Skadden Arps Slate Meagher & Flom (Frankfurt): Dr. Stephan Hutter, Katja Kaulamo, David Quartner (London); Associate: Johann Hecht (alle Kapitalmarktrecht)
Inhouse Recht (Goldman Sachs; Frankfurt): Anna Huilaja
Inhouse Recht (Morgan Stanley; London): Gordon Charlton

Hintergrund: Alle Berater sind aus dem Markt bekannt.

Stephan Hutter

Stephan Hutter

Freshfields berät Permira regelmäßig. Auch beim Einstieg in das Softwareunternehmen Teamviewer im Jahr 2014 stand die Kanzlei dem Investor zur Seite. Darüber hinaus gehört Freshfields bei Equity-Kapitalmarkttransaktionen zu den visibelsten Einheiten und kam zuletzt etwa beim IPO der Addiko Bank zum Zug. Auch beim letzten großen IPO, dem milliardenschweren Börsengang von Knorr-Bremse, war Freshfields auf Bankenseite mit von der Partie. Die erfahrene Associate Dr. Esther Hackl aus dem Team verließ die Praxis kürzlich, um den Posten der General Counsel bei der Online-Kreditplattform Auxmoney anzutreten. 

Skadden-Partner Hutter hat einen langen Trackrecord bei Kapitalmarkttransaktionen, insbesondere auf der Seite der emissionsbegleitenden Banken. Vor wenigen Monaten beriet er mit einem Team etwa das Bankenkonsortium beim Addiko-IPO an der Wiener Börse. Auch bei der milliardenschweren Kapitalerhöhung, die AMS zur Finanzierung der geplanten Übernahme von Osram begeben will, vertrauten die Banken auf Skadden. 

In Steuerfragen setzte Permira auf Ernst & Young, von der sie sich regelmäßig beraten lässt, beispielsweise Anfang 2019 bei einer Finanzierungsrunde von Flixbus. (Claudia Otto, mit Material von dpa)

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