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27.09.2019

Berlin: Wohnungsbaugesellschaft kauft mit Greenberg 6.000 Wohnungen zurück

Das Land Berlin hat über die landeseigene Berliner Wohnungsbaugesellschaft Gewobag knapp 6.000 Wohnungen zurückgekauft. Gewobag übernimmt die Immobilien für eine knappe Milliarde Euro von dem Luxemburger Immobilienunternehmen Ado Properties.

Zu dem Immobilienportfolio gehören 23 Häuser mit knapp 6.000 Wohnungen sowie 70 Gewerbeeinheiten in zwei großen zusammenhängenden Quartieren in Berlin-Spandau und Berlin-Reinickendorf. Bei den Immobilien handelt es sich um ehemalige Sozialwohnungsbestände des Unternehmens GSW, das mittlerweile zur Deutsche Wohnen-Gruppe gehört.

Die Übernahme ist für Dezember 2019 geplant, die Kartellbehörden müssen die Transaktion noch absegnen. Für den Erwerb gibt es keine Zuschüsse des Landes.

Josef Hofschroer

Josef Hofschroer

Bei der Transaktion soll es sich um den größten Rekommunalisierungsankauf in der Geschichte Berlins handeln. Erst Mitte Juli hatte Gewobag rund 670 Wohnungen auf der Berliner Karl-Marx-Allee zurückerworben. Im August dieses Jahres übernahm die Berliner Wohnungsbaugesellschaft zwei Wohnanlagen mit insgesamt 517 Wohneinheiten und 19 Gewerbeeinheiten im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg.

Auch Anfang des Jahres investierte Gewobag und übernahm von dem Immobilienfonds Pallasseum Wohnungen, Gewerbeeinheiten und Parkplätze im Berliner Bezirk Tempelhof-Schöneberg. 

Berater Gewobag
Greenberg Traurig (Berlin): Dr. Josef Hofschroer (Federführung), Dr. Henrik Armah, Dr. Nicolai Lagoni (alle Corporate/M&A), Dr. Martin Hamer (Öffentliches Recht), Dr. Christoph Enaux (Kartellrecht), Dr. Kati Beckmann (Finanzierung), Dr. Sara Berendsen (Corporate/M&A); Associates: Natalie Hsiao, Pamela Zieba, Franca Biallas, Eleonore Chowdry, Max Rüther, Peter Zingel (alle Corporate/M&A), Martin Dobias, Justus Lünstedt, Alexandra Parascho, Kathrin Peiffer (alle Immobilienrecht), Dr. Johann-Frederik Schuldt (Öffentliches Recht), Dr. Lucas Wüsthof (Kartellrecht), Maximilian Morgenthaler, Michael Schnitker (Finanzierung)
Inhouse Recht (Berlin) Dr. Eike-Johannes Hoff (Leiter Recht) – aus dem Markt bekannt
Inhouse Steuern (Berlin ) Dominique Romeikat-Hanisch (Head of Group Tax & Commercial Transactions) – aus dem Markt bekannt
Ernst & Young (Stuttgart): Patrick Gageur (Steuern) – aus dem Markt bekannt

Sönke Becker

Sönke Becker

Berater Ado Properties
Herbert Smith Freehills: Dr. Sönke Becker (Düsseldorf), Dr. Markus Lauer (Frankfurt; beide Federführung; beide Corporate/M&A), Dr. Marcel Nuys, Dr. Florian Huerkamp (beide Kartellrecht; beide Düsseldorf), Dr. Katja Lehr (Bank- und Finanzrecht; Frankfurt), Dr. Steffen Hoerner (Steuerrecht), Moritz Kunz (Arbeitsrecht; beide Frankfurt); Associates: Dr. Christian Johnen, Stefanie Strahl, Caroline Schulze-Baek (alle Corporate/M&A; alle Düsseldorf), Dr. Tobias Brinkmann (Arbeitsrecht; Frankfurt)
Inhouse Recht (Berlin): Kay Engbring (General Counsel), Nicole Müller (Legal Counsel; Corporate Finance und Capital Markets), Gregorz Sekowski, Jens Schnee (beide Legal Counsel)
Bonn Steichen & Partners (Luxemburg): Nuala Dolye (Corporate)
Freshfields Bruckhaus Deringer (Frankfurt): Dr. Mark Georg Strauch (Kapitalmarktrecht)

Hintergrund: Greenberg Traurig steht schon seit 2012 regelmäßig bei Transaktionen an der Seite der Gewobag. Als die Wohnungsbaugesellschaft Anfang des Jahres die Wohneinheiten in Tempelhof-Schöneberg kaufte, war ebenfalls Greenberg mit Partner Hofschroer mandatiert. Bei dem Zukauf im August im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg setzte die Gewobag auf Mazars.

Ado Properties‘ General Counsel Engbring mandatierte Herbert Smith Freehills. Die beiden federführenden Partner Becker und Lauer waren für den Immobilienkonzern das erste Mal im Einsatz. Becker und General Counsel Engbring kennen sich jedoch schon länger und arbeiteten bereits zusammen, als Becker noch Partner bei Baker & McKenzie war. Nun kam das Mandat über einen Pitch zustande. Herbert Smith-Partner Lauer wird demnächst zur US-Kanzlei Willkie Farr & Gallagher wechseln.

Kay Engbring

Kay Engbring

Engbring ist seit vielen Jahren Inhouse-Jurist bei unterschiedlichen Berliner Wohnungskonzernen: Bei GWS leitete er bis 2014 Recht, Compliance und Risikomanagement, anschließend wechselte er für drei Jahre zur Gewobag. Dort war er unter anderem für rechtliche Fragen des Beteiligungs- und Gremienmanagements und für Compliance verantwortlich. 2017 übernahm er die damals neu geschaffene Position des General Counsel und Chief Compliance Officer bei Ado.

Die Luxemburger Kanzlei Bonn Steichen beriet zu Aspekten des Luxemburger Gesellschaftsrechts. Ado arbeitet regelmäßig mit Bonn Steichen zusammen. Die Transaktion wurde von dem Berliner Notar Dr. Erik Bettin beurkundet. (Helena Hauser; mit Material von dpa)

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