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05.09.2019

Grünes Geld: E.on bringt mit White & Case Green Bonds auf den Weg

Der Dax-Konzern E.on hat seine erste grüne Anleihe begeben. Der Green Bonds hat insgesamt ein Volumen von 1,5 Milliarden Euro und ist in zwei Tranchen aufgeteilt. Die Laufzeiten betragen fünf und zehn Jahre. Das Geld will E.on ausschließlich für nachhaltige Projekte einsetzen.

Karsten Wöckener

Karsten Wöckener

Die grüne Unternehmensanleihe ist in zwei Tranchen von je 750 Millionen Euro aufgeteilt. Der erste Teilbetrag hat eine Laufzeit von fünf Jahren und einen festen Zinssatz von null Prozent. Die zweite Anleihe läuft zehn Jahre mit einem festen Zinssatz von 0,35 Prozent. Der Schuldschein wurde an der Luxemburger Börse zum Handel zugelassen.

Ein Bankenkonsortium unter der Führung der Société Générale übernahm die Finanzierung. Neben der Société Générale führten die Bank of America Merrill Lynch, BNP Paribas und ING die Emission als aktive Bookrunner. Als passive Bookrunner waren unter anderem die Barclays Bank, Bayrische Landesbank, Citigroup, Commerzbank, JPMorgan, Morgan Stanley, Landesbank Hessen-Thüringen und Unicredit dabei.

Die Anleihe wird ausschließlich für ‚grüne‘ Projekte verwendet, die in der Green-Bonds-Rahmenstruktur von E.on festgelegt sind. Dazu zählen etwa Ladeinfrastruktur für E-Autos, Netzanschlüsse von erneuerbaren Energien oder Investitionen in intelligente Netztechnik als Grundlage der Energiewende.

Vor gut einem Jahr erst hatte sich E.on für die Finanzierung der Innogy-Übernahme, die Medienberichten zufolge noch im September abgeschlossen sein soll, fünf Milliarden Euro gesichert. Dafür hatte E.on die Zwischenfinanzierung der BNP Paribas über fünf Milliarden Euro auf eine Gruppe von Banken umgeschichtet.

Berater E.ON
White & Case (Frankfurt): Karsten Wöckener (Federführung), Dr. Cristina Freudenberger (beide Kapitalmarktrecht), Dr. Bodo Bender (Steuern); Associates: Dr. Peter Becker (Kapitalmarktrecht/Corporate), Daniel Gillenkirch (Kapitalmarktrecht)
Inhouse Recht (Düsseldorf):  Dr. Dermot Fleischmann (Head of Corporate & Finance Law), Dr. Cora Hartan

Hendrik Haag

Hendrik Haag

Berater Banken
Hengeler Mueller (Frankfurt): Dr. Hendrik Haag (Federführung); Associate: Raik Petermann (beide Kapitalmarktrecht)

Société Générale
Inhouse Recht (Frankfurt): Raphael Pasiek – aus dem Markt bekannt

Hintergrund: E.on setzt bei ihrem ersten Green Bond mit White & Case und dem federführenden Partner Wöckener auf eine vertraute Beraterin – die Kanzlei war in der Vergangenheit vor allem im Kapitalmarktrecht schon häufiger für den Energiekonzern tätig, unter anderem bei Emissionsprogrammen. White & Case setzte sich nun in einem Pitch durch.

Inhouse war unter anderem Head of Corporate & Finance Law Fleischmann involviert. Er war auch 2018 Teil des Inhouse-Teams, das die Vereinbarung mit RWE über den Kauf der RWE-Tochter Innogy aushandelte. Ebenso war er dabei, als E.on sich fünf Milliarden Euro für die Innogy-Übernahme sicherte. Linklaters beriet damals das Unternehmen und Allen & Overy die Banken.

Hengeler ist regelmäßig als Bankenberaterin an großen Finanzierungen beteiligt. Im vergangenen Jahr beriet das Team um Haag auch die DZ Bank bei der Begebung ihres ersten Green Bonds. (Helena Hauser)

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