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25.11.2019

Saubere Sache: Kärcher kauft mit Heuking die Max Holder-Gruppe

Der Reinigungsgerätehersteller Kärcher hat die Max Holder-Gruppe übernommen. Kärcher, bei Verbrauchern bekannt für die typisch gelben Hochdruckreiniger, erweitert damit sein Geschäft auf den Fahrzeugbau.

Holder produziert vor allem Reinigungsfahrzeuge für die Straße, die von vielen Städten und Gemeinden gekauft werden, sowie Traktoren für den Obst- und Weinanbau. Der Mittelständler aus Reutlingen setzte zuletzt rund 60 Millionen Euro um und hat 320 Beschäftigte an Standorten in Deutschland, Kanada, den USA, Kroatien und Italien. Kärcher hatte sich bereits Ende Juli an dem Kommunalfahrzeughersteller beteiligt und übernahm nun im Herbst die restlichen Anteile.

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Anne de Boer

Berater Kärcher
Heuking Kühn Lüer Wojtek (Stuttgart): Dr. Anne de Boer (M&A/Finanzierung), Dr. Peter Ladwig (M&A; beide Federführung), Prof. Dr. Georg Streit (Insolvenzrecht), Dr. Reinhard Siegert (Kartellrecht), Astrid Wellhöner (Arbeitsrecht; alle drei München), Jens-Hendrik Janzen (Litigation), Dr. Markus Klinger (IP/IT), Dr. Frank Baßler (Immobilienrecht), Dr. Nicole Armingeon (Öffentliches Recht), Dr. Kai Uwe Büchler, Dr. Fabian Bürk (beide Insolvenzrecht; beide München); Associates: Dr. Alexander Schott, Yvonne Hundsdörfer (beide M&A), Tania von Schwanebach (Handelsrecht), Dr. Ruth Schneider (Kartellrecht; München)
Inhouse Recht (Winnenden): Dr. Horst Teller (Leiter Recht), Nicolai Breutner

Berater Max Holder-Gesellschafter
CMS Hasche Sigle (Stuttgart): Dr. Tobias Schneider (Federführung; M&A), Dr. Rolf Hempel (Kartellrecht), Dr. Alexandra Schluck-Amend (Restrukturierung/Insolvenz), Dr. Marc Seibold (Finanzierung), Kai Wallisch (M&A), Dr. Andreas Grunert (Finanzierung); Associates: Christina Lung, Daniel Mahn (beide M&A), Martin Cholewa (Kartellrecht)

Hintergrund: Dank etablierter Kontakte des Kärcher-Chefjuristen Teller zu seiner ehemaligen Kanzlei Heussen wird diese regelmäßig von Kärcher in verschiedenen Fragen mandatiert. Heuking hingegen wurde hier soweit bekannt zum ersten Mal für Kärcher tätig. Das Stuttgarter Heuking-Büro hatte sich 2014 von GSK Stockmann abgespalten und ist ein eingespieltes Team, wenn es um komplexe Transaktionen im Mittelstand geht. So berieten die Stuttgarter vor einem Jahr den Filterbauer Hengst beim Kauf von Delbag. Für die internationale Begleitung des Holder-Ankaufs setzte Heuking auf Kooperationspartner aus dem eigenen Netzwerk: In den USA Miller Canfield, in Kanada die Kanzlei Fasken, in Kroatien Vukmir & Associates sowie in Italien Nunziante Magrone.

Die Max Holder-Gruppe war unter früheren Besitzern mehrfach Gegenstand von Insolvenzverfahren, zuletzt 2008 unter der Ägide von Verwalter Jürgen Sulz aus der Reutlinger Kanzlei Sulz & von Zworowsky. CMS-Partner Schneider, der jetzt auf der Verkäuferseite stand, war bereits 2017 von Max Holder mandatiert worden, als Heatweed Technologies, ein deutsch-norwegisches Joint Venture des Unternehmens, einen niederländischen Konkurrenten übernommen hatte. (Markus Lembeck)

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