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12.12.2019

Vorweihnachtsgeschäft: Galeria Karstadt Kaufhof übernimmt mit McDermott bei Sport Scheck

Die Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof übernimmt den Sporthändler Sport Scheck von der Hamburger Otto Group. Mit der Übernahme der 17 Filialen und des Onlineshops von Sport Scheck baue Karstadt Kaufhof seine Position im Wachstumsmarkt Sport erheblich aus, betonte Konzernchef Stephan Fanderl. Zum Kaufpreis machten die Unternehmen keine Angaben.

Matthias Kampshoff

Matthias Kampshoff

Sport Scheck kämpft seit Jahren mit roten Zahlen. Der Mutterkonzern Otto hatte das Unternehmen deshalb zum Verkauf gestellt. Die Übernahme durch Galeria Karstadt Kaufhof gebe Sport Scheck „die beste Chance auf eine nachhaltige Perspektive“, betonte der Handelsriese. Denn dadurch entstehe einer der größten Player im Sportartikelhandel. Bislang habe es Sport Scheck an der nötigen Schlagkraft und Größe gefehlt, um sich im harten Wettbewerb gegen Onlinehändler und Discountanbieter durchzusetzen.

Galeria Karstadt Kaufhof verfügt in den Innenstädten mit den Sportabteilungen in den Warenhäusern und den Karstadt-Sports-Filialen bereits über ein starkes Standbein. Erst kürzlich eröffnete das Unternehmen neue Sporthäuser in Bonn, Frankfurt, Heidelberg, Wiesbaden und Lübeck. Seit Juni dieses Jahres hält die österreichische Signa-Holding des Unternehmens René Benko sämtliche Anteile an der Warenhausgruppe.

Die Übernahme steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der zuständigen Gremien und der Kartellbehörden.

Berater Signa
McDermott Will & Emery (Düsseldorf): Dr. Matthias Kampshoff, Dr. Jan Hückel (beide Federführung; beide Corporate/M&A), Christian Krohs (Kartellrecht), Dr. Sebastian von Lossow (Corporate/M&A), Dr. Sandra Urban-Crell (Arbeitsrecht), Dr. Kian Tauser (Steuerrecht), Gregor Lamla (Immobilienrecht), Dr. Claus Färber (IP/IT), Marcus Fischer, Dr. Heiko Kermer (Frankfurt; beide Steuerrecht); Associates: Carina Kant (Kartellrecht), Dr. Björn Biehl, Julian Schmitz (beide Corporate/M&A), Max Küttner (Kartellrecht), Catharina Dickhäuser, Dr. Alexander Hoppe (beide Corporate/M&A), Anja Bertrand (Kartellrecht), Colin Winterberg (Arbeitsrecht)
Seitz (Köln): Dr. Stefan Seitz, Dr. Patrick Esser (Federführung), Sabine Schwarz-Holl; Associates: Thomas Dorando, Roua Schmitz (alle Arbeitsrecht)
Arnold (Wien; Österreichisches Recht) – aus dem Markt bekannt
Wenger Plattner (Schweizer Recht) – aus dem Markt bekannt

Emanuel Strehle

Emanuel Strehle

Berater Otto
Hengeler Mueller (München): Dr. Emanuel Strehle (Gesellschaftsrecht/M&A), Dr. Alf-Henrik Bischke (Kartellrecht; Düsseldorf), Dr. Christian Hoefs (Arbeitsrecht; Frankfurt), Dr. Matthias Scheifele, Dr. Gunther Wagner (beide Steuerrecht); Associates: Dr. Jakub Lorys, Dr. Hendrik Ley, Dr. Florian Dendl, Dr. Christian Lutz (alle Gesellschaftsrecht/M&A), Dr. Henning Hilke (Finanzierung; Frankfurt), Christian Dankerl, Janine Linden (beide Kartellrecht; beide Düsseldorf)
Inhouse Recht (Hamburg): Martin Mildner (Group General Counsel, Global Head of Mergers & Acquisitions), Dr. Steffen Jaeniche (Bereichsleiter Gesellschaftsrecht), Dr. Niclas von Woedtke (M&A)

Hintergrund: McDermott berät die österreichische Signa bereits seit 2011 regelmäßig bei ihren Aktivitäten in Deutschland. So setzte das Unternehmen schon beim Einstieg in die ersten beiden Karstadt-Sparten auf die Kanzlei sowie bei der Fusion mit Kaufhof im Herbst vergangenen Jahres und bei der späteren kompletten Übernahme. Auch bei dieser Transaktion lag die Federführung für den M&A-Teil bei dem Düsseldorfer Partner Kampshoff. Der Kontakt kam ursprünglich über den Düsseldorfer McDermott-Immobilienrechtler Dr. Jens Ortmanns zustande.

Genau wie bei der Kaufhof-Fusion übernahm Seitz den arbeitsrechtlichen Part. Für die steuerrechtliche Due Diligence beauftragte Signa die Beratungsgesellschaft Auren, die regelmäßig für sie arbeitet.

Hengeler-Partner Strehle hatte Otto bereits vor rund einem Jahr beraten, als die Konzerntochter Eos die beiden Zahnarztdienstleister Health AG und Zahnärztekasse AG an die Bawag verkaufte. Auch dabei war ein Team um den Konzernrechtschef Mildner auf Unternehmensseite beteiligt. Das Inhouse-Team übernahm zuletzt auch im Sommer 2018 eine wichtige Rolle, als Otto für ihre Tochter About You 300 Millionen Dollar an Investorengeldern einsammelte. Als externer Berater stand damals Milbank an der Seite des Hamburger Konzerns.

Beurkundet wurde die Transaktion nach JUVE-Informationen von Dr. Gerrit Wenz aus dem Düsseldorfer Notariat Pünder Wenz. (Christine Albert, mit Material von dpa)

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