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25.03.2020

Nach Vergleich: Hamburg Commercial Bank kauft mit Freshfields Anleihen zurück

Die Hamburg Commercial Bank (HCOB), ehemals HSH Nordbank, hat Wertpapiere zurückgekauft: Sie erwarb Tier-1-Anleihen, die zur Finanzierung von vier stillen Beteiligungen an der Bank emittiert worden waren, zurück. Dies war Teil des Vergleichs, den die Bank zuvor mit einer Gruppe von Anleihegläubigern geschlossen hatte.

Patrick Cichy

Patrick Cichy

Die Gläubiger hatten die HCOB zuvor vor dem Landgericht Kiel auf Zahlung von mehr als einer Milliarde Euro verklagt. Darüber hinaus hatten einige der Gläubiger in den USA ein Discovery-Verfahren gegen Gesellschaften eingeleitet, die den Aktionären der Bank nahe stehen. Der Vergleich beinhaltete unter anderem den Ankauf der Anleihen durch die HCOB − im Gegenzug erfolgte die Rücknahme der Klage vor dem Landgericht Kiel sowie die Beendigung des Discovery-Verfahrens.

Die Bank kaufte Anleihen mit einem Gesamtbetrag von 380 Millionen Euro und unter Einschluss der Vergleichsgläubiger rund 89 Prozent des ausstehenden Gesamtvolumens der Tier-1-Anleihen auf. Die Tier-1-Instrumente wurden über Zweckgesellschaften ausgegeben. Die den Tier-1-Instrumenten zugrunde liegenden stillen Einlagen wurden von der HCOB im Dezember 2018 – außerordentlich – gekündigt.

UBS und JPMorgan begleiteten die Transaktion. Die Abwicklung erfolgte über die Lucid Investment Bank als Tender Agent.

Berater Hamburg Commercial Bank
Freshfields Bruckhaus Deringer
(Frankfurt): Dr. Patrick Cichy, Dr. Alexander Glos, Dr. Robin Helmke, Mark Strauch, Dr. Christoph Gleske, Dr. Lars Westpfahl, Dr. Marvin Knapp (beide Hamburg), Richard Tett (London; alle Global Transactions), Dr. Michael Rohls (München), Linda Martin (beide Dispute Resolution), Brian Lewis (beide New York), Christina Zapf; Associates: Matthias Kresser, Dr. Jan Biermann, Frauke Thole, Adrian Wattenbach, Benjamin Jung, Dr. Nicholas Lütgerath, Dr. Hauke Sattler, Dr. Juliane Diekgräf, Friederike Sibbe (letztere neun Hamburg), Deniz Sunay, Alexander Schuhmann, Dr. Friedrich Schlimbach, Birgit Schulz, Dr. Kai Werner, Jan Reiter (letztere sechs Frankfurt; alle Global Transactions), Christian Schmidt (München), Henry Hutten (New York), Felix Biebelheimer, Stephan Hofer, Dr. Julia Elser, Dr. Denise Gruber, Dr. Julius Goldmann (letztere fünf München; alle Dispute Resolution)
Inhouse Recht (Hamburg): Dr. Till Friedrich (Head of Legal), Torsten Braatz (Senior Legal Counsel)

Patrick Scholl

Patrick Scholl

Berater UBS und JPMorgan
Mayer Brown (Frankfurt): Dr. Patrick Scholl (Bank- und Finanzrecht), Dr. Ulrike Binder (Geselllschaftsrecht), Dr. Jan Kraayvanger (Litigation), Volker Junge (Steuerrecht); Associates: Alexei Döhl, Johannes Mönch (beide Bank- und Finanzrecht)
Davis Polk & Wardell: Reuven Young (London), Radoslaw Michalak (New York; beide US-Recht) – aus dem Markt bekannt
Inhouse Recht (JPMorgan; London): Elizabeth Newton – aus dem Markt bekannt
Inhouse Recht (UBS; Zürich): Patrick Schütz – aus dem Markt bekannt

Berater Lucid Investment Bank
Fried Frank Harris Shriver & Jacobson (London): Ashley Katz (Restrukturierung) – aus dem Markt bekannt

Hintergrund: Freshfields stand der Bank bereits bei den Vergleichsverhandlungen zur Seite und hatte sie auch bei der Übernahme durch die heutigen Eigentümer beraten. Die Kanzlei verfügt seit Langem über gute Beziehungen zu der Bank und begleitet sie intensiv seit Beginn der Finanzmarktkrise.

Mayer Brown beriet die UBS und JPMorgan als Dealer Manager bei der Restrukturierung des Hybridkapitals einschließlich des Tender Offers der HCOB in allen deutschen Rechtsfragen. Die Kanzlei kam über eine Empfehlung ins Mandat, da sie vor einigen Jahren eine vergleichbare Transaktion mit IKB/Lone Star erfolgreich beriet. Für US-rechtliche Themen setzten die Banken auf Davis Polk. (Claudia Otto)

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