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08.04.2020

Software-Vertrieb: Factory Systèmes kauft mit ckss deutsche Aveva-Tochter

Factory Systèmes übernimmt Schneider Electric Germany und damit die deutsche und österreichische Software-Vertriebssparte des britischen Mischkonzerns Aveva. Verkäuferin ist die Aveva-Gruppe, die wiederum seit 2018 mehrheitlich zum französischen Industriekonzern Schneider Electric gehört. 

Henning Frase

Henning Frase

Die Transaktion umfasst die vier Standorte Neuss, Garching, Stuttgart sowie Wien. Dem Verkauf der Schneider Electric Germany ging ein Carve-out bestimmter Sparten voraus, deren Produkte weiterhin direkt über Aveva vertrieben werden.  Aveva hat Engineering- und Industrie-Software entwickelt, die beispielsweise in der Verarbeitung von Öl- und Gas, in der Pharmazie, der Papier- und Zellstoffindustrie sowie im Schiffbau eingesetzt wird. Das Unternehmen mit Hauptsitz im britischen Cambridge beschäftigt mehr als 4.400 Mitarbeiter in über 40 Ländern.

Factory Systèmes mit Sitz in Champs-sur-Marne, Frankreich, bietet industrielle System- und Softwarelösungen für Vertriebsabläufe an. In diesem Zusammenhang hatte Factory Systèmes bereits seit mehreren Jahren intensiv mit Aveva zusammengearbeitet. Factory Systemès Frankreich, eine Tochtergesellschaft der Factory Systèmes Groupe, betrieb bereits zuvor die Distribution der Aveva-Software in Frankreich und der Schweiz und wird durch die Übernahme der für den Vertrieb in Deutschland und Österreich zuständigen Gesellschaft nun zum größten Aveva-Distributor Europas.

Berater Factory Systèmes
ckss Carlé Korn Stahl Strahl (Köln): Dr. Henning Frase, Dr. Claas Fuhrmann (beide Federführung; beide M&A/Steuerrecht), Alexander Strecker, Claas Winkler (beide Steuerrecht/Corporate), Yvonne Gallus (Arbeitsrecht)
Inhouse Recht (Champs-sur-Marne): Eliane Chanier-Dupuy (Legal), Lionel Tosoni (Steuern) – aus dem Markt bekannt

Sven Schweneke

Sven Schweneke

Berater Aveva-Gruppe
Eversheds Sutherland (München): Sven Schweneke (Federführung; Corporate/M&A), Dr. Simon Weppner (Steuerrecht; Düsseldorf), Dr. Manuela Rauch (Arbeitsrecht), Dr. Rolf Kowanz, Merle Templin (beide Betriebliche Altersversorgung; beide Hamburg), Nils Müller (Datenschutz/Vetriebsrecht); Associates: Niklas Schilawa (Steuerrecht; Düsseldorf), Dr. Christian Lindner (Corporate/M&A), Claudia Kuhn (Arbeitsrecht)
Inhouse Recht (San Diego): Steve Halsey (Federführung), Karen McCormack, Dan Graham (Cambridge; beide M&A) – aus dem Markt bekannt

Hintergrund: Die Verkäufer-Gruppe Aveva hatte, gerade auch ihre deutschen Standorte betreffend, in den vergangenen Jahren eine ganze Reihe von Umstrukturierungen vollzogen. Unter Berücksichtigung dessen war die Kölner Spezialkanzlei ckss bereits rechtlich als auch steuerlich während des vorbereitenden Due Diligence-Prozesses tätig. Die Kölner kamen über die Empfehlung einer Pariser Anwältin und durch das IPG-Netzwerk, dem die Kanzlei seit 2018 angehört, ins Mandat bei der französischen Käuferin Factory Systèmes.

Die steuerzentrierte Kanzlei ist immer mal wieder im Transaktionsgeschäft zu sehen. Das Partner-Duo Fuhrmann und Frase unterstützte vor zwei Jahren beispielsweise schon die Gesellschafter des Softwareanbieters KGS beim Unternehmensverkauf an die deutsche Investmentgesellschaft Maxburg Capital Partners.

Eversheds wiederum beriet die Aveva-Gruppe mit einem standortübergreifenden Team um den Münchner Partner Schweneke zum Verkauf ihrer hiesigen Vertriebseinheiten. Der hier involvierte Steuerrechtler Weppner war zum September 2019 von Taylor Wessing zum Düsseldorfer Eversheds-Büro gewechselt.

Die Transaktion wurde durch Dr. Gerrit Wenz von Pünder & Wenz in Düsseldorf notariell beurkundet. (Verena Clemens)

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