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17.11.2020

Brennstoffzellen: Daimler und Volvo setzen für Joint Venture auf DLA und Greenberg

Die Volvo Group und Daimler Truck wollen gemeinsam Brennstoffzellensysteme für schwere Lastwagen entwickeln. Volvo steigt dafür mit einer 50-prozentigen Beteiligung bei der Daimler Truck Fuel Cell ein. Der Abschluss der Transaktion wird für das erste Halbjahr 2021 erwartet, sofern die Behörden grünes Licht dafür geben.

Tim Arndt

Tim Arndt

Die Beteiligung lässt sich Volvo rund 600 Millionen Euro kosten, was einer Gesamtbewertung des Unternehmens von 1,2 Milliarden Euro entspricht. Da der Einsatz in schweren Lkw sehr anspruchsvoll ist, eignen sich die Produkte des Joint Ventures auch für andere Anwendungsfälle wie die stationäre Stromerzeugung.

Bereits Anfang Juni hatte Daimler die Gründung seiner Tochtergesellschaft bekannt gegeben. Bereits zu diesem Zeitpunkt war die Rede davon, dass im weiteren Verlauf ein Joint Venture mit Volvo geplant ist.

Auch Autozulieferer wie ElringKlinger arbeiten am Ausbau ihres Brennstoffzellengeschäfts. Jüngst wurde bekannt, dass das Unternehmen aus Baden-Württemberg dazu mit dem niederländischen Fahrzeughersteller VDL Bus & Coach kooperiert. Im Oktober hatte das Unternehmen seine Brennstoffzellensparte mit Plastic Omnium in einem Gemeinschaftsunternehmen namens EKPO Fuel Cell Technologies zusammengelegt. Darüber hinaus besteht eine Zusammenarbeit mit dem Flugzeugbauer Airbus.

Viola Bensinger

Viola Bensinger

Berater Volvo
Greenberg Traurig (London): Fiona Adams (Federführung), Paul Maher (beide Corporate/M&A), Dr. Viola Bensinger (IT-Recht; Berlin)

Berater Daimler Truck
DLA Piper: Dr. Tim Arndt (New York), Dr. Benjamin Parameswaran (Hamburg; beide Corporate/M&A)

Hintergrund: Alle Berater sind aus dem Markt bekannt.

Greenberg hat Volvo bereits in der Vergangenheit beraten. Nach JUVE-Informationen führt neben der Londoner Partnerin Adams auch die Berliner IT-Rechts-Partnerin Bensinger das Team.

Dass DLA und Daimler unter anderem im IT-Recht zusammenarbeiten, ist marktbekannt. Bislang ist die Kanzlei aber noch nicht in M&A- und Joint-Venture-Projekten an der Seite des Autobauers in Erscheinung getreten. Der New Yorker DLA-Partner Arndt war Anfang 2019 von White & Case gekommen – mit der US- Kanzlei arbeitet Daimler ebenfalls regelmäßig zusammen.

ElringKlinger setzte bei seinem Joint Venture mit Plastic Omnium auf ein Team von KPMG Law um den Stuttgarter Partner Lars Meixner. Für Plastic Omnium trug ein Team von CMS Hasche Sigle um den Düsseldorfer Partner Dr. Dirk Jannott die Verantwortung. Bekannt ist, dass ElringKlinger sich in der jüngeren Vergangenheit auch von CMS beraten ließ. (Martin Ströder)

 

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