Artikel drucken
22.05.2004

Rechtsmarkt-Splitter 06/2004

Einmal Wanderer…: Als erster Gleiss Lutz-Partner geht der Stuttgarter Corporate- und Finance-Anwalt Dr. Andreas Wölfle für drei Jahre zu Herbert Smith nach London. Im Team mit den englischen Kollegen soll Wölfle vor Ort gezielt Mandanten und Investmenthäuser kontaktieren und einen German Desk einrichten. Bislang war es nur für Gleiss-Associates üblich, mehrjährige Auslandsaufenthalte in der britischen Partnerkanzlei zu absolvieren. Zweimal Unternehmen…: Der Frankfurter Gesellschaftsrechtler und Clifford Chance-Partner Dr. Kersten von Schenck (52) ist seit April Aufsichtsratsmitglied der ThyssenKrupp AG. Er vertritt dort den größten Einzelaktionär, die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, deren Kuratorium er bereits seit 1991 angehört. Neuer Chefsyndikus der Dresdner Bank ist seit Mai Christian Willemer. Seit 1974 in der Rechtsabteilung tätig, war Willemer seit 1997 Stellvertreter des bisherigen Chefsyndikus Jürgen Than, der in den Ruhestand geht.

Dreimal (Ex-)Freshfields…: Zu viert sind jetzt Hilbrandt Rückert Ebbinghaus. Die im vergangenen Sommer in Hamburg gegründete Kanzlei der beiden ehemaligen Freshfields-Senior Associates Dr. Peter Ebbinghaus und Dr. Tilman Rückert, die sich damals mit Dr. Christian Hilbrandt zusammen getan hatten, hat im Mai den Kartellrechtler und White & Case-Senior Associate Lutz Marcus Becker (37) als weiteren Partner aufgenommen.

Partner ist Dr. Georg Annuß bei Freshfields Bruckhaus Deringer zwar noch nicht. Dafür ist der 35-Jährige nun der erste Spezialist für Arbeitsrecht im Münchner Büro der Kanzlei. Der als vielversprechend gelobte Senior Associate ist aus dem Düsseldorfer Freshfields-Büro an die Isar gewechselt und soll dort vorwiegend transaktionsbezogen beraten. Ihre Corporate Litigation-Praxis bündelt Freshfields zudem bei einzelnen Gesellschaftsrechtlern. Zum Mai sind die Corporate-Partner Dr. Ruth Lüttmann (Düsseldorf), Dr. Alfried Heidbrink und Dr. Jan Willisch (beide Berlin) in die Praxisgruppe Dispute Resolution gewechselt.

Zum Schluss ein Sahnehäubchen – auch zum Thema Mandatsakquise: Berti Vogts, derzeit Trainer der schottischen Fußball-Nationalelf, hat mitten in seinem Scheidungsverfahren die (Münchner) Anwälte gewechselt. Dierk Burger (Burger Bohl Meyer-Gutknecht) entzog er das Mandat, um stattdessen den als Medienrechtler (!) bekannten Stefan von Moers (Brehm & v. Moehrs) zu beauftragen. Dessen trockener Kommentar zu den Umständen: „Ich bin keiner, der in Schottlands Hochebenen nach einem Mandat jagt. Es kam einfach zu mir.“ (Christoph Tillmanns)

  • Teilen