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14.05.2008

Zementkartell: CDC mit Oppenländer zum Zwischensieg

Die benachteiligten Kunden dürfen die Mitglieder des Zementkartells auf Schadensersatz verklagen. Der Kartellsenat des Oberlandesgericht Düsseldorf hat heute eine entsprechende kartellrechtliche Klage zugelassen. Das Verfahren ist einer der am meisten beachteten Prozesse im Kartellrecht. Es geht um Schadensersatz in dreistelliger Millionenhöhe, die das Unternehmen CDC Cartel Damage Claims von namhaften Zementherstellern wie Dyckerhoff, Lafarge, Cemex, Heidelberg Cement, Schwenk und Holcim verlangt. CDC hatte zuvor die Forderungen von Zementkunden aufgekauft.

Wegen der Signalwirkung dieses Pilotprozesses gehen alle Beteiligten von einem langen Verfahren aus, in dem um jedes rechtliche Detail gestritten wird. Die Zementfirmen hatten gegen das erstinstanzliche Zwischenurteil des Landgerichts Düsseldorf – das ebenfalls die Klage für zulässig gehalten hatte – Berufung eingelegt, die jetzt zurückgewiesen wurde.

Da das OLG Düsseldorf in seiner jetzigen Entscheidung keine Revision zuließ, können die Beklagten noch eine Nichtzulassungsbeschwerde zum Bundesgerichtshof einreichen. Ob die Klage auch begründet ist, wird das Landgericht Düsseldorf erst in einem nächsten Schritt zu entscheiden haben.

Die Riege der anwaltlichen Berater enthält einige der bekanntesten deutschen Kartellrechtler. Darunter für CDC Dr. Albrecht Bach von der Stuttgarter Kanzlei Oppenländer. Auf Beklagtenseite agieren unter anderem Partner von Gleiss Lutz, Freshfields Bruckhaus Deringer und Nörr Stiefenhofer Lutz. (Antje Neumann)

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