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27.11.2008

Hamburg: Freshfields-Associates gründen weitere Boutique

In Hamburg gehen zwei weitere Associates von Freshfields Bruckhaus Deringer eigene Wege: Die beiden Öffentlich-Rechtler Dr. Klaas Kruhl (36) und Dr. Nikolas von Strenge (34) eröffnen zum Januar 2009 ihre eigene Sozietät. Unter Kruhl von Strenge starten sie zunächst zu zweit, wollen aber innerhalb des kommenden Jahres mindestens einen Anwalt hinzugewinnen. Kruhl war Anfang 2004 zu Freshfields gekommen und arbeitete zuletzt als Principal Associate im Team des Partners Dr. Michael Schäfer, von Strenge war im gleichen Team seit 2005 für die Kanzlei tätig.

„Wir wünschen den jungen Kollegen alles Gute für den Start in die Selbstständigkeit“, sagte Schäfer. Man werde in Zukunft auch in einigen Projekten weiter zusammenarbeiten. Bei Freshfields wechselt im Zuge des Spin-offs Associate Dr. Christopher Wenzl aus dem Corporate-Bereich in das öffentlich-rechtliche Team, dem dann neben Schäfer fünf Associates angehören.

Die neue Einheit Kruhl von Strenge wird sich auf das Öffentliche Recht konzentrieren. Die Schwerpunkte liegen zum einen auf Public Private Partnership (PPP)-Projekten sowie zum anderen im allgemeinen Öffentlichen Wirtschaftsrecht, so etwa dem Umwelt- und auch dem Fachplanungsrecht. Kruhl und von Strenge knüpfen damit unmittelbar an ihre bisherige Arbeit bei Freshfields an. Kruhl war zuletzt stark in Infrastrukturprojekte eingebunden und beriet unter anderem das deutsch-französische Konsortium aus Hochtief PPP und Vinci Concessions, das den Zuschlag für das Autobahn-Pilotprojekt um den Ausbau und den Betrieb eines Teilstücks der A4 erhielt.

Von Strenge hatte dagegen seinen Schwerpunkt zuletzt vor allem in Hochbauprojekten.
Ergänzt werden soll das Beratungsspektrum künftig durch einen stärkeren Ausbau der Arbeit im Vergaberecht. Zu den Mandanten, für die die beiden Kanzleigründer zuletzt tätig wurden, zählten vor allem Bauunternehmen und die öffentliche Hand.

„Wir glauben, mit unserer Boutique für Öffentliches Recht eine Marktlücke in Hamburg zu besetzen und dabei Großkanzleiqualität zu deutlich geringeren Preisen anbieten zu können“, so Kruhl. „Dabei wollen wir auch mit Boutiquen vor Ort kooperieren, die ihre Schwerpunkte in anderen Bereichen haben.“

Geeignete Kooperationspartner gibt es dabei in der Hansestadt genügend, insbesondere solche mit gleichen Wurzeln, die Kruhl und von Strenge zum Teil noch aus ihrer derzeitigen Kanzlei kennen. Denn in den vergangenen Jahren hat es einige Neugründungen durch junge Freshfields-Associates gegeben: So war im August 2003 zunächst Hilbrandt Rückert Ebbinghaus entstanden. Allerdings spaltete sich vor wenigen Wochen ein bedeutender Teil der Einheit wieder unter dem Namen Corinius ab (Der Spin-off vom Spin-off).

2004 gründete sich die Boutique KAHB Kruhl Arends Hofert Bergemann, Anfang 2005 ging dann die erfolgreiche Corporate-Boutique Renzenbrink Raschke von Knobelsdorff Heiser an den Start. Erst in diesem Frühjahr war die IT- und Medienrechtsboutique KNPZ Rechtsanwälte entstanden und im September schließlich ging die Corporate-Einheit Corvel an den Markt (Neue Corporateboutique in Hamburg). (René Bender/Ulrike Barth)

Erstmals veröffentlicht auf www.juve.de am 26. November 2008

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