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27.06.2012

Moderates Wachstum: Clifford Chance steigert Umsatz um zwei Prozent

Für das bis Ende April laufende Geschäftsjahr 2011/12 verbuchte Clifford Chance ein Umsatzplus von zwei Prozent. Damit erlöste die Kanzlei fast 198 Millionen Euro.

Andreas Dietzel

Andreas Dietzel

Mit diesem leichten Umsatzwachstum setzt die in Deutschland von Dr. Andreas Dietzel geführte Kanzlei den Aufwärtstrend des vergangenen Jahres fort. Doch flacht die Kurve nach einem Vorjahresplus von acht Prozent wieder deutlich ab.

Allerdings machte die Kanzlei auf ihrer Pressekonferenz in dieser Woche geltend, dass das Umsatzwachstum – wegen Sondereffekten im vergangenen Jahr – operativ vier Prozent betrage. Über die Art der Sondereffekte machte Clifford keine Angaben. Fest steht jedoch, dass die Sozietät von ihrem Spitzenwert vor der Lehman-Krise in jedem Fall noch weit entfernt ist: 2007/08 lag der Umsatz bei über 225 Millionen Euro.

Wichtig ist jedoch, dass sich die Produktivität verbesserte.Mit leicht geschrumpfter Beraterzahl erzielte Clifford einen Umsatz pro Berufsträger (UBT) von 588.000 Euro (plus 4,2 Prozent) und bewegt sich damit auf dem Niveau von WilmerHale (mehr…) und SZA Schilling Zutt Anschütz (mehr…).

Der Abstand etwa zur Magic-Circle-Wettbewerberin Linklaters bleibt damit mehr oder weniger gleich groß. Weil die Zahlen über die Entwicklung des Deutschland-Geschäfts der anderen Magic-Circle-Kanzleien Freshfields Bruckhaus Deringer und Allen & Overy noch nicht vorliegen, ist das Bild aber noch nicht vollständig.

Nach wie vor machte der Corporate-Praxis das marktbedingt schwache Transaktionsgeschäft zu schaffen. Die Dealflaute hält an, so dass im Gesellschaftsrecht Themen wie Restrukturierungen stärker in den Vordergrund rückten. Dagegen florierten andere Bereiche, wie die Prozess- und die Steuerpraxis.

Die globalen Zahlen hat Clifford noch nicht veröffentlicht. Mit einem Anteil von rund 13 Prozent am globalen Umsatz in Britischen Pfund tragen die deutschen Büros aber etwas weniger zum Gesamtumsatz bei als im Vorjahr. Asien hat für die Kanzlei strategisch weiterhin oberste Priorität. Hinter London und Asien folgt Deutschland als drittwichtigste Region. (Volker Votsmeier)

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