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13.09.2012

Konzernumbau: Rechtsvorstand Ulrich Nießen verlässt Axa

Der Versicherungskonzern Axa löst das seit 2006 von Ulrich Nießen (48) geführte Vorstandsressort Personal, Recht & Compliance, Zentrale Dienste auf. Nießen scheidet Ende September bei Axa aus. Sein zukünftiges Ziel steht bislang noch nicht fest.

Ulrich Nießen

Ulrich Nießen

Nießen gehört zu den anerkannten Unternehmensjuristen hierzulande. Bevor er 2006 in den Vorstand der Axa aufrückte, leitete er rund fünf Jahre lang deren Rechtsabteilung. Er stieß 1999 zu dem Versicherungsriesen, davor war er zwei Jahre lang Chefsyndikus des Anlagenbauers Lurgi Lentjes Service. Er war auch maßgeblich am Aufbau der Compliance-Struktur der Axa beteiligt.

Vorstandsvorsitzender Dr. Thomas Buberl dankte Nießen in einer Erklärung insbesondere für seine Arbeit im Zusammenhang mit der Integration der DBV-Winterthur und die laufenden Betriebsratsverhandlungen zum Sparprogramm „focus2perform“ (mehr…). Letztere wird Nießen soweit bekannt auch zu Ende führen.

Axa begründet die Auflösung des Ressorts mit der wachsenden Bedeutung von Compliance-Fragen. Die Bereiche Compliance und Recht werden daher dem Vorstandsvorsitzenden unterstellt. Die Rechtsabteilung, die von Thomas Junge geleitet wird, umfasst rund 30 Juristen, die zentrale Compliance-Funktion ist deutlich kleiner. Den neu zugeschnittenen Personalbereich und den Bereich Zentrale Dienste, also vor allem Verwaltungsaufgaben, vertritt im Vorstand künftig Manfred Engelking, bislang im Konzern für das Personalmanagement verantwortlich.

Der Umbau ist Teil eines grundlegenden Wandels der Corporate-Governance-Struktur bei Axa. Der bisherige sogenannte Gruppenvorstand wird aufgelöst und stattdessen wird es einen acht Mitglieder starken Konzernvorstand geben. Dem wird neben Nießen auch Dr. Markus Hofmann, zuletzt im Vorstand für die Schadens- und Unfallversicherung zuständig, nicht mehr angehören. (Astrid Jatzkowski)

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