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03.05.2013

Rödl: Rechtsberatung in Deutschland wächst langsamer als Gesamtkanzlei

Die deutschen Rechts- und Steuerrechtsberater von Rödl & Partner haben ihren Umsatz auch im vergangenen Geschäftsjahr wieder gesteigert: 2012 erwirtschafteten sie 77,9 Millionen Euro, das sind 3,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Damit entwickelte sich der deutsche Rechtsberatungsarm weniger dynamisch als die anderen Beratungsbereiche der MDP.

Christian Rödl

Christian Rödl

Wachstumstreiber in Deutschland war erneut der Rödl-typische Kernbereich Gesellschafts- und Steuerrecht. Wegen der vor allem im zweiten Halbjahr flauen Konjunktur trug die M&A-Transaktionsbegleitung weniger als im Vorjahr zum Umsatzwachstum bei. Stattdessen entfiel ein größerer Anteil des Geschäfts auf laufende Beratung, etwa zu Umstrukturierungen, Nachfolgefragen und Compliance.

Da das deutsche Rechts- und Steuerrechtsteam leicht aufgestockt wurde, wuchs der Umsatz pro Berufsträger nur um 0,2 Prozent auf knapp 388.000 Euro. Damit bewegt sich der deutsche Rechtsberatungsarm der MDP-Kanzlei in ähnlichen Regionen wie GSK Stockmann + Kollegen (370.000 Euro) oder Heuking Kühn Lüer Wojtek (396.000 Euro).

Wesentlich dynamischer stellt sich die Entwicklung der von Prof. Dr. Christian Rödl geführten Kanzlei im Ausland dar. Ohne die deutschen Büros gerechnet, betrug der Zuwachs 23,5 Prozent. Der Umsatzsprung ist dabei zum guten Teil der deutschen Mandantschaft geschuldet: Gerade mittelständische Unternehmen, die klassische Rödl-Kernklientel, nutzten verstärkt günstige Gelegenheiten und kauften im Ausland zu, so die Kanzlei. Besonders stark profitierten davon die Anwälte in Italien, Spanien und der Türkei.

Weltweit stieg der Umsatz der Rechts- und Steuerrechtsberater im Gesamtunternehmen um 12,1 Prozent auf 145,7 Millionen Euro.

Stärker als die Rechtsanwälte legten die übrigen Rödl-Beratungszweige zu. In der Unternehmensberatung erwirtschaftete Rödl weltweit 38,3 Prozent mehr als 2011. Zu dieser Sparte zählt Rödl auch die in den letzten Jahren deutlich erweiterten Bereiche Distressed-M&A-Beratung und IT-Dienstleistungen. Der Umsatz der Steuerberater wuchs international um 21,8 Prozent. Folge: Der Anteil der Rechtsberatung am weltweiten Rödl-Gesamtumsatz ging von 35,8 auf 34,9 Prozent zurück. (Norbert Parzinger)

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