Artikel drucken
05.06.2013

Bertelsmann: Neuer Chefjurist kommt aus dem eigenen Haus

Zum Jahresbeginn 2014 wird Thomas Götz neuer Chefsyndikus bei Bertelsmann. Der 41-Jährige berichtet in dieser Funktion an den Vorstandsvorsitzenden Thomas Rabe. Sein Vorgänger Ulrich Koch wird den Medienkonzern Ende 2013 nach 20 Jahren verlassen. Kochs Abschied stand bereits länger fest, über seine künftige Tätigkeit war bis Redaktionsschluss nichts bekannt.

Thomas Götz

Thomas Götz

Der künftige Rechtschef Götz ist seit 1998 bei Bertelsmann tätig, zunächst als Syndikusanwalt. 2007 wechselte er in die M&A-Abteilung des Konzerns, wo er sich um strategische M&A-Projekte kümmerte, zuletzt als Co-Chef der Abteilung. Sein interner Wechsel fällt in eine Zeit, in der sich Bertelsmann nach einem Schrumpfkurs wieder Wachstum verordnet hat. Der Konzern hat sich ehrgeizige Ziele gesetzt und will Medienberichten zufolge seinen Umsatz bis 2014 wieder auf 18 Milliarden Euro steigern, das wären 2 Milliarden Euro mehr als 2012.

In der Rechtsabteilung wird Götz für mehr als 30 Juristen verantwortlich sein, die zuletzt bei zahlreichen strategischen Entscheidungen des Medienunternehmens stark eingebunden waren, beispielsweise bei der vollständigen Übernahme von BMG (mehr…). Eine weitere viel beachtete Transaktion ist der geplante Börsengang von RTL, der Aktienverkauf spülte rund 1,5 Milliarden Euro in die Kassen (mehr…). Eine zentrale Rolle spielten die Bertelsmann-Juristen auch im Herbst 2010, als sich die Bertelsmann-Tochter Random House mit dem zum britischen Konkurrenten Pearson gehörenden Penguin Verlag zum weltgrößten Buchverlag zusammenschloss (mehr…). (Simone Bocksrocker)

  • Teilen