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18.07.2013

Management: Stabwechsel bei Osborne Clarke

Zum August stellt Osborne Clarke ihr deutsches Management neu auf. Der Kölner Corporate-Spezialist Carsten Schneider (44) löst dann den langjährigen Managing-Partner Stefan Rizor (52) ab, der nicht mehr für das Amt kandidierte. Bereits zum Juli hat sich Osborne Clarke zudem in Köln mit einem Equity-Partner verstärkt.

Carsten Schneider

Mit Schneider fiel die Wahl auf einen kanzleiintern anerkannten Corporate-Partner. Bei seinen Management-Aufgaben wird er von den beiden Kölner Partnern Joachim Breithaupt (44) und Uwe Brossette (47) unterstützt. Während sich der Managing-Partner auf die weitere strategische Ausrichtung und Internationalisierung des Geschäfts konzentrieren will, soll der Steuerrechtler Breithaupt künftig das Finanz-Ressort verantworten. Der renommierte Vertriebsrechtler Brossette ist für die Kommunikation verantwortlich.

Durch seine Funktion als deutscher Managing-Partner rückt Schneider zudem in das International Board auf, aus dem sein Vorgänger Rizor ausscheidet. Diese höchste Führungsebene hatte Osborne Clarke im Vorjahr neu aufgesetzt (mehr…), seinerzeit entsendeten die deutschen Partnern Schneider in das International Council, das die Funktion eines Aufsichtsrates hat. Aus diesem Gremium scheidet er nun aus, über den vakanten Platz haben die deutschen Partner noch nicht entschieden.

Stefan Rizor

Anpassung an britische Strukturen

Ein Großteil der jetzigen Maßnahmen sind den deutschen Anwälten vertraut, weil sie als Teil einer englischen Partnership strukturell sehr eng mit der britischen Kanzleimutter verbunden sind. Rizor übernimmt künftig die neu geschaffene Position des Senior-Partners, die er teilweise bereits neben dem britischen Senior-Partner, Tim Birt, ausübte. Neben diesen Personalien verabschiedeten die deutschen Partner vergangene Woche zudem die Bildung eines sechsköpfigen Partnerrats, der als Bindeglied zwischen der Partnerschaft und der Kanzleispitze fungiert und die Aufgaben einer erweiterten Geschäftsführung übernimmt. In dieser Runde sollen neben den turnusmäßigen Partnertreffen operative Themen diskutiert und bis zur Entscheidungsreife durch die Partnerschaft gebracht werden. „Die deutsche Partnerschaft, aber auch die deutsche Praxis insgesamt, haben inzwischen eine Größe erreicht, bei der wir eine Trennung der Aufgaben des Senior-Partners von denen des Managing-Partners, bei der wir aber auch die Wahl eines eigenen Senior Partners für unsere deutsche Partnerschaft für sinnvoll hielten,“ so Schneider. Dem Partnerrat gehören neben Rizor als Senior-Partner und dem dreiköpfigen Management noch Dr. Christoph Torwegge (40) als Standortleiter für Hamburg sowie Dr. Tim Reinhard (46) als Leiter des Münchner Büros an.

Personeller Ausbau weiter fortgesetzt

Mit dem Düsseldorfer White & Case-Partner Dr. Alexander Dlouhy (43) baut Osborne Clarke zudem ab Juli ihr Kölner Energierechtspraxis weiter aus (mehr…). Der erfahrene Anwalt bringt Erfahrung bei Transaktionen sowie Beratung bei regulatorischen Fragen mit und ordnet sich organisatorisch dem Sektor Energie unter, der bislang von Schneider geleitet wurde. Zudem vermeldete die Kanzlei erst vor wenigen Wochen in ihrem jungen Hamburger Büro mit der Bau- und Architektenrechtlerin Katharina Feddersen den Zugang einer weiteren Equity-Partnerin (mehr…). Insgesamt arbeiten damit an drei deutschen Standorten von Osborne Clarke mittlerweile über 100 Anwälte, darunter 37 Equity- und Fixed-Share-Partner. (Marcus Jung)

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