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18.03.2014

Compliance: Deutsche Börse holt erfahrenen Geldwäsche-Bekämpfer von Cleary

Zum April übernimmt James Freis den Posten des Chief Compliance Officers bei der Deutschen Börse in Frankfurt. Der 43-Jährige war seit Anfang 2013 Counsel im Washingtoner Büro der Kanzlei Cleary Gottlieb Steen & Hamilton. Bei der Deutschen Börse löst er nun Michael Steinicke ab, der innerhalb der Asien-Initiative des Börsendienstleisters neue Aufgaben übernimmt.

Bei der Deutschen Börse verantwortet Freis den Bereich Compliance, einschließlich aller rechtlichen und aufsichtsrechtlichen Anforderungen sowie Unternehmensgrundsätze. Er vertritt künftig sämtliche Unternehmen der Gruppe gegenüber den Aufsichtsbehörden.

Der US-amerikanische Jurist und Wirtschaftswissenschaftler, der seine Ausbildung auch in Deutschland absolvierte und daher fließend deutsch spricht, bringt Erfahrung aus seiner langjährigen Tätigkeit bei Banken und in Aufsichtsbehörden mit. Begonnen hatte er seine berufliche Laufbahn 1996 als Anwalt bei der Federal Reserve Bank of New York. Zwischen 1999 und 2005 arbeitete er als Senior Counsel bei der Bank für internationalen Zahlungsausgleich in Basel. Danach wechselte Freis als stellvertretender General Counsel in das U.S. Department of the Treasury’s Financial Crimes Enforcement Network (FinCEN). Dort übernahm er zudem die Leitung der US-Financial Intelligence Unit, die die Umsetzung und Einhaltung von Gesetzen untersucht. Erst Anfang 2013 schloss sich Freis dann Cleary Gottlieb als Anwalt an.

Sein Vorgänger bei der Deutschen Börse Steinicke arbeitet dort bereits seit 1998 und hatte in dieser Zeit diverse Positionen im Senior-Management inne. Seit 2005 leitete er den Compliance-Bereich. (Christine Albert)

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