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28.08.2014

Kartellrecht: Oppenhoff verliert anerkannten Partner an Norton Rose Fulbright

Norton Rose Fulbright gewinnt für den Aufbau ihrer deutschen Kartellrechtspraxis Dr. Maxim Kleine von Oppenhoff & Partner. Der 40-Jährige wechselt zum Oktober aus der Kölner Kanzlei als Partner in das Hamburger Büro von Norton Rose.

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Maxim Kleine

Norton Rose hat bisher keine explizit für den deutschen Markt tätige Kartellrechtspraxis, verfügt aber mit Christian Filippitsch und Jürgen Werner über zwei deutsche Kartellrechtspartner im Brüsseler Büro. Zudem ist von München aus Dr. Matthias Nordmann als of Counsel tätig.

Schwerpunkt der Brüsseler Kartellrechtspraxis von Norton Rose sind internationale Fusionskontrollen. Das Spezialgebiet von Kleine sind dagegen deutsche und europäische Kartellbußgeldverfahren. Zuletzt vertrat er etwa die Brauerei Barre im Verfahren des Bundeskartellamts gegen Bierhersteller. Auch in prominente Schadensersatzprozesse war Kleine involviert, etwa an der Seite von Beteiligten des Schienenkartells. 

Bei Norton Rose wird Kleine eng mit München und Brüssel zusammenarbeiten. „Deutschland ist ein zentraler Wirtschaftsstandort, der wachsende Bedeutung für unser globales Geschäft hat“, sagte Martin Coleman, Leiter der weltweiten Praxisgruppe Antitrust and Competition bei Norton Rose. „Maxim Kleine wird unserer Wettbewerbspraxis vor Ort zusätzliches Gewicht verleihen.“

Für Oppenhoff ist Kleines Wechsel ein schwerer Schlag. Sie verliert einen anerkannten Kartellrechtler, der auch über die Grenzen des Kölner Anwaltsmarkts hinaus einen guten Ruf bei Wettbewerbern genießt. In der Kölner Kanzlei hat er sich in den vergangenen Jahren auch sehr stark um die gemeinsame Geschäftsentwicklung mit anderen Fachbereichen gekümmert.

„Wir bedauern die Entscheidung von Maxim Kleine. Er ist ein guter Kartellrechtler, der bei Oppenhoff viel erreicht hat“, sagte Marc Hilber, Co-Managing-Partner bei Oppenhoff. „Mit Daniel Dohrn in Köln sowie Andrés Martin-Ehlers und Simon Spangler in Frankfurt verfügt die Kanzlei aber nach wie vor über ein schlagkräftiges Kartellrechtsteam. Personell besteht also kein akuter Handlungsbedarf.“ Nach dem Weggang von Kleine besteht die Kartellrechtspraxis von Oppenhoff aus dem Partner und Praxisgruppenleiter Martin-Ehlers und drei Associates. (Marc Chmielewski, Marcus Jung)

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