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05.09.2014

Rückschlag: Allen & Overy verliert Kapitalmarktpartner an White & Case

Der aufstrebende Kapitalmarktrechtspartner Gernot Wagner (39) verlässt Allen & Overy und wechselt ins Frankfurter Büro von White & Case, wo er ebenfalls Partner wird. Der genaue Zeitpunkt seines Einstiegs dort ist noch offen.

Gernot Wagner

Dass mit Wagner weitere Allen & Overy-Anwälte zu White & Case wechseln, gilt als sehr wahrscheinlich, steht JUVE-Recherchen zufolge aber noch nicht fest. Der als US-Anwalt qualifizierte Wagner hatte seine Karriere bei Latham & Watkins in New York begonnen und sich 2007 Allen & Overy in Frankfurt angeschlossen, wo er 2009 Partner wurde und seither das örtliche US-Team der Kanzlei leitete.

Wagners Weggang ist für die Kapitalmarktpraxis von Allen & Overy ein Rückschlag, war doch sein Anteil an deren Erfolg zuletzt beachtlich. So setzte er sich im vergangenen Jahr vor allem im Geschäft mit Hochzinsanleihen in Szene. Die Arbeit an den Emissionen des Autozulieferers Schaeffler, des Touristikkonzerns Hapag-Lloyd und des Raststättenbetreibers Tank & Rast sind nur einige Beispiele.

Wagners Schwerpunkte liegen an der Schnittstelle von Eigen- und Fremdkapitalmarktrecht, neben Börsengängen und klassischen Anleiheplatzierungen beriet er bei kapitalmarktgetriebenen Unternehmensfinanzierungen und -refinanzierungen. Zu den Mandanten, die er in den vergangenen Jahren intensiv begleitete, gehören zahlreiche Private-Equity-Unternehmen wie Triton und deren Beteiligungen sowie diverse Banken wie Credit Suisse und JP Morgan.

Europaweiter Fokus auf Kapitalmarktrecht bei White & Case

Für White & Case bedeutet Wagners Einstieg eine signifikante Ergänzung. Bislang gehört die Kanzlei zwar etwa bei Programmemissionen von Anleihen zu den wichtigen Größen, im lukrativen Segment der Hochzinsanleihen aber noch nicht zu den bestimmenden Kräften. Während die Kanzlei zuletzt ihre Kapitalmarktpraxen in Paris, Mailand und Madrid verstärkt hatte, schied aus der deutschen Kapitalmarktpraxis zuletzt der US-Anwalt James Black aus, der die US-Praxis in Frankfurt mit aufgebaut hatte. Er arbeitet nun in Washington für Smith Gambrell & Russell. (René Bender)

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