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06.11.2014

Hamburg: Spin-off bei Renzenbrink Raschke von Knobelsdorff Heiser

Der Spin-off vom Spin-off: Zum Jahreswechsel verlässt der renommierte M&A- und Private-Equity-Spezialist Dr. Ulf Renzenbrink die von ihm mitgegründete Hamburger Corporateboutique Renzenbrink Raschke von Knobelsdorff Heiser. Gemeinsam mit dem Steuerrechtspartner Marc-Holger Kotyrba (41) und dem bisherigen Associate Dr. Lars Kirschner (39) gründet der 44-Jährige eine eigene Kanzlei. Die drei verbleibenden Partner machen künftig unter neuem Namen weiter und verstärken sich zudem mit einem Quereinsteiger.

Ulf Renzenbrink

Ulf Renzenbrink

Zum Startteam von Renzenbrink gehören neben den drei Partnern zunächst noch vier Associates. Einer davon, Dr. Gunnar Schmüser (33), kommt von Hengeler Mueller, zwei folgen dem Team aus der bisherigen Einheit. Die neue Kanzlei ist zudem in fortgeschrittenen Gesprächen mit einem Private-Equity-Partner einer internationalen Kanzlei. Sind diese Gespräche erfolgreich, wird Renzenbrink künftig neben Hamburg auch in München präsent sein.

Renzenbrink war im vergangenen Jahr unter anderem in prominenten Private-Equity-Transaktionen in Erscheinung getreten. So betreute er etwa den französischen Investor Ardian beim Kauf des Spielzeugherstellers Schleich und Ergon beim Erwerb der Restaurantkette Sausalitos. Im Markt gilt der Namenspartner als sehr akquisestark. Neben Corporate und Private Equity gehören die Steuerpraxis um Kortyrba sowie Corporate Litigation, wofür der dritte Partner Kirschner steht, zu den Schwerpunkten der Kanzlei.

Marc-Holger Kotyrba

Marc-Holger Kotyrba

Renzenbrink Raschke von Knobelsdorff Heiser war im Februar 2005 als Associate-Spin-off von Freshfields Bruckhaus Deringer entstanden. Im Hamburger Markt galt die Einheit als besonders erfolgreiches Exemplar dieses Kanzleimodells. Der Steuerrechtler Kotyrba stieß 2009, ebenfalls von Freshfields, dazu. Kirschner sollte in der bisherigen Einheit ebenfalls zum Jahreswechsel Partner werden. Als Grund für die Trennung nannten beide Seiten nun unterschiedliche Vorstellungen über die weitere Strategie der Kanzlei.

In der bisherigen Einheit bleiben die Partner Dr. Thorsten Raschke, Gilbert von Knobelsdorff und Dr. Kristian Heiser. Der bisherige Counsel Dr. Nico Torka soll zudem bald Partner werden und den Bereich Handelsrecht und Commercial in der Kanzlei aufbauen. Daneben kommt noch weitere Verstärkung dazu: Den M&A-Bereich, für den bislang Renzenbrink stand, soll künftig ein ehemaliger Freshfields-Anwalt, der zurzeit Equity-Partner bei einer Großkanzlei ist, betreuen. Er wird sich voraussichtlich im ersten Halbjahr 2015 der Kanzlei anschließen, die sich dann auch einen neuen Namen geben will. Damit würden dann fünf Partner zu der Sozietät gehören, kurzfristig sollen zwei Associates eingestellt werden. Mittelfristig will das Team auf acht Partner wachsen. Wie gehabt gehören Restrukturierung, Immobilientransaktionen, Kapitalmarktrecht und Finanzierung sowie Prozesse und Schiedsverfahren zu den Schwerpunkten der Kanzlei. (Christine Albert)

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