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19.12.2014

Wellensiek: Schiller zu Anchor, ostdeutsche Büros unter eigener Flagge

Nach dem Umbruch bei Wellensiek wird jetzt bekannt, in welcher Konstellation weitere ehemalige Anwälte zum Jahreswechsel auftreten. Dr. Christof Schiller (54) wechselt zu Anchor, die ostdeutschen Büros machen in Eigenregie unter dem Namen Scholl Bleek Foit weiter.

Christof Schiller

Christof Schiller

Schiller, bisher im Düsseldorfer Wellensiek-Büro tätig, wird Partner am Mannheimer Standort von Anchor. Schiller verlässt Wellensiek nach elf Jahren. Er hat zuletzt Unternehmen aus der Solarbranche sowie eine Vielzahl von ausländischen Mandanten beraten. Zudem war er in etlichen Sanierungsfällen als doppelnütziger Treuhänder tätig.

Anchor ist auf Expansionskurs. Erst im Oktober hatte die Insolvenzkanzlei die Einrichtung eines weiteren Standorts in Stuttgart bekanntgegeben. 

Das NRW-Büro von Wellensiek war wie die ostdeutschen Standorte maßgeblich über Dr. Dr. Werner Schreiber (74) in der Partnerschaft verankert. Mit Schreibers Ausscheiden suchen sich die dortigen Anwälte neue Anschlüsse. Der größere Teil in Düsseldorf mit vier Anwälten um Insolvenzverwalter Andreas Pantlen wechselt zu BBL Bernsau Brockdorff & Partner.

Die drei ehemaligen Wellensiek-Standorte Dresden, Leipzig und Erfurt machen unter eigener Flagge gemeinsam weiter. Peter Scholl, Michael Bleek und Dr. Marlon Foit als verantwortliche Anwälte gehörten der Kanzlei zum Teil seit Jahrzehnten an. Sie gründen zum Jahreswechsel die Kanzlei Scholl Bleek Foit und behalten ihre Fokussierung auf Insolvenzverwaltung bei. Die Namensgeber werden an Gerichten in Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt bestellt. (Markus Lembeck)

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