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19.01.2015

München: Ashurst holt Top-M&A-Partner von Beiten Burkhardt

Einer der wichtigsten Transaktionsexperten von Beiten Burkhardt, Dr. Thomas Sacher (57), wechselt in das Münchner Büro von Ashurst. Der angesehene M&A-Anwalt ist derzeit Equity-Partner im Nürnberger Beiten-Büro und Co-Leiter der bundesweiten Corporate-Praxis. Sacher geht zusammen mit dem Salary-Partner Dr. Volker Germann, mit dem er bereits seit 15 Jahren in bedeutenden Mandaten zusammenarbeitet, und einem Associate.

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Thomas Sacher

Der genaue Zeitpunkt für den Wechsel steht noch nicht fest. Sacher ist seit beinahe 30 Jahren für Beiten tätig, seit 1992 als Partner. Germann stieg 1998 in die Kanzlei ein und wurde 2002 zum Salary-Partner ernannt. Auch für Ashust arbeitet Sacher künftig als Equity-Partner, Germann als Counsel. Sacher begleitet neben klassischen M&A-Mandaten beispielsweise auch Private-Equity-Deals. Germann hat demgegenüber neben der M&A-Beratung noch einen Schwerpunkt in gesellschaftsrechtlichen Themen, unter anderem an der Schnittstelle zu Compliance.

Zu den wichtigsten Mandanten, die die beiden in den vergangenen Jahren berieten, zählen zahlreiche namhafte Dax- und M-Dax-Konzerne wie der Sportartikelhersteller Adidas, der Autozulieferer Robert Bosch und der Softwarekonzern SAP. Entsprechend bitter ist der Verlust von Sacher für Beiten. Im Nürnberger Beiten-Büro verbleiben zehn Partner und drei Associates.

Auch bei Ashurst wird Sachers Fokus vor allem auf Industriemandanten liegen, er soll für die Kanzlei zudem eine fach- und standortübergreifende Praxis mit diesem Schwerpunkt bilden. Durch die beiden Zugänge wächst die deutsche Corporate-Praxis der britischen Kanzlei wieder auf sechs Partner, fünf Counsel und vierzehn Associates, von denen die meisten in Frankfurt tätig sind. Weiteres Wachstum ist geplant.

In der jüngeren Vergangenheit hatten gleich zwei Partner die ohnehin nicht große Münchner Corporate-Praxis von Ashurst verlassen. Zunächst wechselte 2013 Dr. Lutz Englisch, der als einer der visibelsten M&A-Anwälte der Kanzlei galt, zu Gibson Dunn & Crutcher. Im vergangenen Jahr ging auch Dr. Nikolaus von Jacobs. Seither war vor Ort nur noch ein M&A-Partner tätig. Die Weggänge galten unter Marktbeobachtern sogar bereits als Indiz dafür, dass die Corporate/M&A-Beratung in München künftig nicht mehr so weit oben auf der Agenda stehen könnte. (Christin Nünemann)

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