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25.03.2015

Frankfurt: Herbert Smith holt Sullivan-Anwalt als Partner für Corporate-Praxis

Dr. Markus Lauer (41) schließt sich zum Mai dem Frankfurter Büro von Herbert Smith Freehills als Partner an. Der Corporate-Experte kommt von der US-Wettbewerberin Sullivan & Cromwell, wo er zurzeit als European Counsel tätig ist, vergleichbar einem Salary-Partner beziehungsweise Counsel in anderen Kanzleien.

Markus Lauer

Lauer begann seine berufliche Laufbahn 2005 bei Hengeler Mueller und arbeitet unter anderem 2007 ein Jahr bei der der US-Topkanzlei Wachtell Lipton Rosen & Katz in New York. 2010 wechselte er dann als Senior Associate zu Sullivan & Cromwell, in deren Corporate- und Kapitalmarktpraxis er seither diverse hochkarätige Transaktionen mitbegleitete. So gehörte er zu dem Team, das den Immobilienkonzern Deutsche Annington bei der Übernahme der Konkurrentin Gagfah beriet. Aufgrund seiner US-Erfahrung betreute Lauer auch diverse Mandate in Nordamerika, unter anderem den Börsengang der Orion Engineered Carbons an der New Yorker Börse. Daneben hat er umfassende Erfahrung in M&A-Transaktionen für Investoren und Unternehmen gesammelt.

Mit seiner breiten Erfahrung in M&A- und Private-Equity-Themen sowie im Eigenkapitalmarktrecht stellt Lauer eine gute Ergänzung zu den bisherigen Corporate-Aktivitäten von Herbert Smith dar. Er wird neben dem deutschen Managing-Partner Dr. Ralf Thaeter, Dr. Nico Abel und Dr. Dirk Hamann vierter Partner in der Corporate-Praxis der australisch-britischen Großkanzlei hierzulande. Lauer verfügt über gute Kontakte in die Immobilienbranche, daher erhofft sich die Kanzlei Synergien zur Real-Estate-Praxis um den Frankfurter Partner Hans Kessler.

Binnen weniger Monate ist Lauer bereits der zweite Quereinsteiger in der Corporate-Praxis von Herbert Smith. Im Herbst vergangenen Jahres kam zunächst der langjährige Freshfields-Partner Dr. Dirk Hamann im kleineren Berliner Büro hinzu. Anfang dieses Jahres folgte ihm dann Principal Associate Dr. Ralf Tietz nach Berlin. Herbert Smith beschäftigt knapp zwei Jahre nach ihrer Eröffnung in Deutschland rund 25 Berufsträger, darunter 8 Partner.

Sullivan verliert nach dem Weggang des Senior Associates Volker Wiegel den zweiten erfahrenen Anwalt aus ihrem Mittelbau in rund eineinhalb Jahren. Wiegel war im Herbst 2013 als Rechtschef zum Wohnimmobilienkonzern LEG gewechselt, dessen Börsengang er mitbegleitet hatte. Das deutsche Büro der US-Kanzlei, das vor allem durch seine herausragende Kapitalmarktpraxis und Arbeit an hochkarätigen M&A-Deals angesehen ist, beschäftigt damit knapp über 20 Anwälte in Frankfurt, davon 6 Partner. Einen Partner ernannt hatte die Sozietät hierzulande zuletzt vor vier Jahren. (Marcus Jung)

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