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22.04.2015

Frankfurt: SZA baut Kapitalmarktpraxis mit Clifford-Duo auf

Der anerkannte Kapitalmarktrechtler Markus Pfüller (54) wechselt zum Mai von Clifford Chance in das Frankfurter Büro von SZA Schilling Zutt & Anschütz. Der 54-Jährige, der bei Clifford jahrelang die Kapitalmarktpraxis leitete, ergänzt als Partner die aktien- und gesellschaftsrechtliche Expertise von SZA. Begleitet wird er von dem Counsel Philipp von Ploetz (41).

Markus Pfüller

Markus Pfüller

Pfüller war rund 20 Jahre bei Clifford, seit 1999 als Partner. Er begleitete auf Bankenseite unter anderem 2005 den Börsengang von MTU Aero Engines und 2011 den des Bausoftwarespezialisten RIB. Zudem beriet er etwa Grohe beim Dual-Track-Verfahren und IVG Immobilien bei der Schaffung eines börsennotierten Real Estate Investment Trust (REIT). Pfüller betreut auch regelmäßig Anleihegeschäfte, sei es für Volkswagen oder zuletzt für Heidelberger Druck bei der Platzierung einer unbesicherten Wandelanleihe.

„Mit seiner großen Erfahrung im Kapitalmarktrecht und seiner hervorragenden Expertise ist Markus Pfüller eine ideale Ergänzung unserer gesellschaftsrechtlichen Praxis“, sagte Prof. Dr. Jochem Reichert, einer der beiden SZA-Vorstandssprecher. „Wir gehen von einem wachsenden Kapitalmarktgeschäft in Deutschland aus und sind mit Markus Pfüller darauf sehr gut eingestellt.“

SZA hatte sich zuletzt Anfang des Jahres mit den Insolvenzrechtlern Thomas Oberle und Marc-Philippe Hornung von Wellensiek verstärkt. An ihren Standorten in Mannheim, Frankfurt und Brüssel beschäftigt die Sozietät rund 70 Berufsträger. Originäre Kapitalmarktrechtler hat sie bislang nicht in ihren Reihen. 2011 hatte sie schon einmal mit Dr. Guido Hoffmann einen Bank- und Finanzrechtler von Clifford dazugewonnen, der sich allerdings nach wenigen Monaten Heuking Kühn Lüer Wojtek anschloss.

In Cliffords Equity-Kapitalmarktpraxis verbleiben unter anderem der bekannte Österreicher George Hacket sowie Sebastian Maerker für den Bereich Anleihen und Strukturierte Finanzierung. Clifford durchläuft derzeit eine vom Londoner Management forcierte Restrukturierung, wie seit Dezember 2014 bekannt ist. Bis zum Sommer sollen neun Partner, darunter vor allem Corporate- und M&A-Anwälte die Kanzlei verlassen. Seither haben etliche Partner der Kanzlei den Rücken gekehrt, davon auch einige für die Kanzlei unerwartet. (Sonja Behrens, René Bender)

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