Artikel drucken
11.09.2015

Olympia: Freshfields und von Appen Jens unterstützen Bewerbergesellschaft

Die Stadt Hamburg und der Deutsche Olympische Sportbund haben vor wenigen Tagen ihre offizielle Bewerbung zur Ausrichtung der Olympischen Spiele 2024 abgeschickt. Zwischenzeitlich haben sich auch die rechtlichen Berater im Hintergrund formiert.

Fischer_Christian

Christian Fischer

Die Bewerbergesellschaft selbst hat sich mit ihrem Chefjustiziar Christian Fischer (38) aufgestellt. Als externer rechtlicher Berater übernimmt Freshfields Bruckhaus Deringer die Federführung. Die Hamburger Kanzlei von Appen Jens berät zu sportrechtlichen Fragestellungen.

Inhouse-Jurist Christian Fischer ist vor allem mit arbeitsrechtlichen Themen, mit den Fragen der Vermarktung und den Verträgen mit Sponsoren befasst. Seit Januar arbeitet Fischer an der Olympia-Bewerbung der Hansestadt mit, die zunächst als Projekt in der Behörde für Inneres und Sport angesiedelt war. Fischer, der Beamter der Stadt ist, hat zudem zwei Jahre an der Umsetzung des Hamburgischen Transparenzgesetzes mitgearbeitet. Von Seiten der Stadt gehört zudem der Jurist Dr. Jörg Arzt-Mergemeier zum Beraterteam. Er leitet den Bereich Administration und Finanzen und kommt von der städtischen Finanzbehörde. Sollte der Bürgerentscheid am 29. November positiv verlaufen, wird die Rechtsabteilung vermutlich personell verstärkt werden.

Freshfields bringt Erfahrung von Londoner Bewerbung mit

Cichy_Patrick

Patrick Cichy

Freshfields konnte sich als externe Beraterin offenbar durch ihre Erfahrung mit sportlichen Großveranstaltungen durchsetzen: Die Sozietät hatte sowohl die Bewerbergesellschaft als auch das Organisationskomitee der Olympischen und Paralympischen Spiele 2012 in London rechtlich beraten. Das Freshfields-Team kommt vor allem aus Hamburg, mit dem Londoner Büro stehe man allerdings im Austausch. Das Team umfasst unter anderem die Partner Dr. Patrick Cichy (Gesellschaftsrecht), den Leiter der internationalen Immobilienrechtspraxis, Dr. Johannes Conradi, Dr. Niko Schultz-Süchting (ebenfalls Immobilienrecht), Dr. Jochen Dieselhorst (Gewerblicher Rechtsschutz), Dr. Boris Dzida (Arbeitsrecht) sowie Christian Reichmuth (Konfliktlösung), Dr. Michael Schäfer (Öffentliches Wirtschaftsrecht) und Dr. Alexander Schwahn (Steuerrecht).

Appen_von_Jörg

Jörg von Appen

Sportrechtlich berät die in diesem Bereich spezialisierte Kanzlei von Appen Jens die Bewerbergesellschaft. Das Beraterteam besteht aus Jörg von Appen, Dr. Andreas Jens und Dr. Jonas Leder. Die Anwälte gelten in der Sportszene der Hansestadt als exzellent vernetzt. So beriet die Kanzlei kürzlich unter anderem den HSV beim Einstieg des Logistikunternehmers Klaus-Michael Kühne und der Umbenennung in Volksparkstadion. Von Appen Jens berät den HSV schon seit Jahren laufend bei Vermarktungs- und Transferfragen, so auch beim Abschluss des Dienstleistungsvertrages mit dem Vermarkter Sportfive. Dessen Rechtsabteilung leitete Namenspartner Jörg von Appen, bis er sich 2009 entschied, eine eigene Kanzlei zu eröffnen.

Das IOC vergibt die Olympischen Spiele im September 2017 in Lima. Hamburgs Konkurrenten sind Budapest, Los Angeles, Paris und Rom. Die entscheidende Hürde auf dem Weg zur Ausrichtung der Spiele ist jedoch die Befragung der Hamburger Bevölkerung. Diese muss beim Bürgerentscheid am 29. November zunächst über die Bewerbung abstimmen. Münchens Bewerbung für die Winterspiele 2022 war durch eine Volksbefragung gestoppt worden. (Eva Lienemann)

  • Teilen