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17.12.2015

Fusion: Britische Großkanzlei DWF übernimmt BridgehouseLaw

Die deutschen Büros der Kanzlei BridgehouseLaw fusionieren zum Jahreswechsel mit der britischen Einheit DWF und werden dann unter DWF Germany firmieren. Die vier Equity-Partner von BridgehouseLaw – Oliver Bolthausen (44), Klaus Brisch (49), Michael Falter (44) und Dr. Mathias Reif (47) – werden Equity-Partner bei der wesentlich größeren DWF. Diese ist auf Expansionskurs: Die Briten hatten im März in Dubai ihr erstes Büro außerhalb ihres Heimatmarktes eröffnet, zum Dezember kam Brüssel als Standort hinzu.

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Michael Falter

Bei BridgehouseLaw sind an den Standorten Köln und München etwa 25 Berufsträger tätig, darunter die vier Equity- sowie vier Salary-Partner. Die Kanzlei hat ihre Schwerpunkte in der Beratung der Telekommunikations- und IT-Branche, für die sie sowohl im Gewerblichen Rechtsschutz wie auch arbeitsrechtlich und bei Transaktionen tätig ist. Zu den Mandantinnen zählen Unternehmen wie die Deutsche Telekom und der Mediendienstleister Media Broadcast.

BridgehouseLaw kooperiert eng mit Partnerkanzleien in der Türkei und den USA. Die nicht voll integrierten US-Büros in Atlanta und Charlotte sowie das Büro in Istanbul werden weiter unter BridgehouseLaw firmieren. Aus Deutschland hingegen verschwindet der Name. Der Kölner Partner Falter, der 2012 von Cleary Gottlieb Steen & Hamilton zu BridgehouseLaw wechselte, wird die Geschäfte der verschmolzenen Unternehmen in Deutschland als Managing-Partner der DWF Germany leiten.

DWF mit Stammsitz in Manchester ist eine Full-Service-Kanzlei, die sich in den vergangenen Jahren durch zahlreiche Fusionen zu einer der größten Einheiten in Großbritannien entwickelt hat. Der Umsatz betrug im vergangenen Jahr 194 Millionen Pfund, also etwa 250 Millionen Euro. DWF hat neun Büros in England, zwei in Schottland, eines Irland. In diesem Jahr sind Dubai und Brüssel hinzugekommen. Die Kanzlei beschäftigt etwa 1.200 Anwälte, darunter knapp 300 Partner. Managing-Partner Andrew Leaitherland begründete den Schritt nach Deutschland mit Wachstumschancen: „DWF hat viele deutsche Mandanten sowie Mandanten, die Geschäfte in Deutschland, der EU und den USA tätigen.“ Über den Zusammenschluss erschließe sich DWF neue Marktzugänge. (Marc Chmielewski)

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