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08.12.2015

Quereinsteiger von Clifford: Mayer Brown stärkt M&A- und Restrukturierungspraxis

Der Wiederaufbau der Corporate-Praxis von Mayer Brown schreitet voran: Die US-Kanzlei hat den Frankfurter Clifford Chance-Partner Dr. André Schwanna (45) gewonnen, der zum April 2016 seine neue Tätigkeit aufnimmt. Schwanna wechselt mit zwei Senior-Associates von Clifford. Dr. Benjamin Büttner (38) steigt bei Mayer Brown als National Partner ein, Dr. Alexander Täumer (37) kommt als Counsel. Beide waren im Restrukturierungsbereich bei Clifford tätig.

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André Schwanna

Schwanna war seit sieben Jahren Partner bei Clifford, zunächst im Frankfurter Büro. Im August 2014 wechselte er nach Düsseldorf, um eine Lücke zu schließen, die nach dem Ausscheiden von Dr. Christoph Witte entstanden war. Schwanna ist vor allem für seine M&A-Praxis im Bereich Financial Institutions und Banken bekannt – er berät vorwiegend Banken als Käufer, zuletzt etwa die chinesische Fosun beim Erwerb von Hauck und Aufhäuser, oder als beratende Investmentbanken. In diesem Bereich war er erst im Oktober für JP Morgan und Bank of America Merrill Lynch tätig, die die geplante feindlichen Übernahme der Deutsche Wohnen durch Vonovia begleiteten.

Büttner war offiziell in der Steuerpraxis bei Clifford angesiedelt, war aber mit Täumer an zahlreichen Restrukturierungsmandaten beteiligt. Kürzlich gehörte Büttner zu dem Team, das den niederländischen Investor Nedschroef begleitete, als dieser die Werke Beckingen und Schrozberg des insolventen Autozulieferers Whitesell übernahm. Büttner und Täumer ergänzen die etablierte Restrukturierungspraxis des Frankfurter Mayer Brown-Partners Marco Wilhelm, die ihren Schwerpunkt bei grenzüberschreitenden Sanierungen und sanierungsnahen M&A-Transaktionen hat.

„Mit André Schwanna, Benjamin Büttner und Alexander Täumer setzen wir den Ausbau der deutschen Transaktions-Praxis gezielt fort“, sagt Dr. Guido Zeppenfeld, Managing-Partner von Mayer Brown in Deutschland. Erst im September dieses Jahres hatte die Kanzlei Dr. Klaus Riehmer als neuen Leiter der Praxisgruppe Corporate/M&A von Cleary Gottlieb Steen & Hamilton gewonnen. Riehmer kündigt nun den weiteren Ausbau der Praxisgruppe an. 

Das vergangene Jahr war für Mayer Brown von erheblicher Fluktuation gekennzeichnet. Diese war vor allem eine Folge der neuen Strategie für Deutschland. Neben Riehmer kam im Juli Bankaufsichtsrechtler Dr. Alexander Behrens von Freshfields Bruckhaus Deringer. Allerdings gab es auch wichtige Abgänge: Der renommierte Bankrechtler und ehemalige Managing-Partner Dr. Jörg Wulfken verließ Mayer Brown nach 13 Jahren und wechselte zum Beratungsarm der WP-Gesellschaft PricewaterhouseCoopers. Zudem ging der ehemalige Leiter der Corporate-Praxis, Christof Gaudig, zur Kölner Kanzlei Oppenhoff & Partner. (Aled Griffiths)

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