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11.12.2015

Stühlerücken: Neue Rechtschefs bei Haribo und GfK

Der Bonner Süßwarenhersteller Haribo bekommt zum Februar einen neuen General Counsel: Klaus Cannivé (40), bisher General Counsel für Europa und Asien beim Marktforschungskonzern GfK. Er wird Nachfolger von David Toparkus, der bei Haribo die neu geschaffene Position des Compliance Officers übernimmt. Cannivés Nachfolger bei GfK wird der Hamburger White & Case-Partner Dr. Markus Althoff (44). 

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Klaus Cannivé

Der neue Haribo-Rechtschef Cannivé begann seine Anwaltskarriere 2003 im Kölner Büro von Cleary Gottlieb Steen & Hamilton, die im Kartellrecht zu den Stammberaterinnen von Haribo gehört. Sieben Jahre lang war er dort Teil der Corporate-Praxis, bis er 2010 in die Rechtsabteilung der Commerzbank wechselte und von dort knapp dreieinhalb Jahre später zu GfK. Bei Haribo tritt er nun in die Fußstapfen von David Toparkus, der die Rechtsabteilung des Gummibärchenkonzerns seit 2011 leitet.

Toparkus wird Compliance Officer – eine Position, die es bei Haribo bisher nicht gab. Der Bonner Konzern, der an 15 Standorten produziert und mehr als 100 Länder beliefert, entwickelt sich zunehmend zu einer weltweiten Größe. Vor allem in China und Amerika expandiert der Süßwarenspezialist. Der Umsatz dürfte deutlich über zwei Milliarden Euro liegen, genaue Zahlen veröffentlicht Haribo traditionell nicht.

Demgegenüber kommt Cannivés bisheriger Arbeitgeber GfK auf rund 1,5 Milliarden Euro Umsatz. Die Rechtsabteilung des Marktforschungskonzerns besteht aus gut einem Dutzend Juristen. Die meisten arbeiten in der Nürnberger Zentrale, drei sind in New York tätig. Cannivé war bisher für die Region EMEAA (Europe, Middle East, Africa, Asia) zuständig, sein Pendant für Amerika ist seit Kurzem Anna Vitek. Über den regional Verantwortlichen steht als Chief Legal and Compliance Officer Roland Fürst. Fürst war bis zur Ernennung Viteks, die Anfang Dezember vom Kosmetikkonzern Avon in das New Yorker GfK-Büro wechselte, in Personalunion kommissarisch General Counsel Americas.

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Markus Althoff

Cannivés Nachfolger wird Dr. Markus Althoff aus dem Hamburger Büro von White & Case. Bevor Althoff 2008 als Local-Partner an die Elbe wechselte, war er Managing Associate bei Linklaters in Frankfurt. 2012 wurde Althoff dann Equity-Partner bei White & Case. Der M&A- und Corporate-Spezialist leitete etwa im vergangenen Jahr ein Team, das den Vorstand von Hawesko (Jaques‘ Weindepot) beim Übernahmeangebot durch Tocos beriet. Zuletzt gehörte er im Sommer zu den Beratern der südafrikanischen Gruppe Super, als diese bei dem Transportunternehmen In Time Express Logistik einstieg. Im Hamburger White & Case-Büro verbleiben nach Althoffs Wechsel zum Januar mit Dr. Volker Land, Patrick Narr und Dr. Matthias Stupp noch drei M&A-Partner. (Marc Chmielewski)

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