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11.01.2016

Berlin: Arnecke Sibeth baut mit Freshfields-Anwalt Kartellrechtspraxis auf

Arnecke Sibeth Siebold verstärkt ihr Berliner Büro zum März mit einem Kartell- und Beihilferechtler. Dr. Moritz Lorenz (41) kommt von Freshfields Bruckhaus Deringer, wo er zuletzt als Principal Associate tätig war. Bei Arnecke Sibeth steigt er als Partner ein.

Lorenz_Moritz

Moritz Lorenz

Lorenz ist seit seinem Karrierebeginn 2004 für Freshfields tätig und begleitete in dieser Zeit ein breites Spektrum kartell- und beihilferechtlicher Fälle. So gehörte er zu dem Team, das den Energie- und Automatisierungstechnik-Konzern ABB im 2007 abgeschlossenen EU-Kartellverfahren ‚Gasisolierte Schaltanlagen‘ vertrat. 2011 war er in den Verkauf den Arzneimittelherstellers Ratiopharm an den israelischen Teva-Konzern involviert. Zuletzt begleitete er die Deutsche Post bei einer Beschwerde gegen eine Entscheidung des Kartellamts, wonach der Logistiker seine Marktmacht bei Briefpreisen für Großkunden missbraucht habe. Ein Schwerpunkt von Lorenz‘ Tätigkeit sind Regulierungsthemen wie die Preiskontrolle von Monopolisten im Energiesektor.

Lorenz ist der erste reine Kartellrechtspartner bei Arnecke Sibeth. Er wird eng mit einem Team um den Frankfurter Partner Dr. Werner Blau zusammenarbeiten, der einen Schwerpunkt im Marken- und Wettbewerbsrecht hat, aber regelmäßig auch zu kartellrechtlichen Fragen wie der Ausgestaltung selektiver Vertriebssysteme berät. Auch zur Praxisgruppe Öffentliches Recht ergeben sich für Lorenz Schnittstellen. So soll seine Erfahrung im Beihilferecht die vergaberechtliche Beratung ergänzen, zudem soll in Berlin ein Schwerpunkt für regulierte Industrien wie die Energiebranche entstehen. 

Arnecke Sibeth Siebold ist erst im vergangenen Sommer durch den Zusammenschluss der Kanzleien Arnecke Siebold und Sibeth entstanden. Während Sibeth mit Stammsitz in München ihre Schwerpunkte im Immobilien-, Bau- und Vergaberecht hatte, war die Frankfurter Kanzlei Arnecke Siebold auf Corporate-Beratung und internationalen Rechtsverkehr spezialisiert. An den vier Standorten München, Berlin, Frankfurt und Dresden arbeiten rund 105 Berufsträger, davon 35 Partner, die ein Full-Service-Angebot schaffen wollen.

Personell will die fusionierte Einheit weiter wachsen, unter anderem im Energie- und im Kartellrecht. Verstärkt hatte sie sich zuletzt im November mit dem Versicherungsrechtler Dr. Quirin Vergho, der von Taylor Wessing als Partner ins Münchner Büro wechselte. Einen Verlust musste Arnecke Sibeth hingegen zum Jahreswechsel in Frankfurt hinnehmen: Der Arbeitsrechtler Dr. Dirk Freihube verließ die Kanzlei, um für Pusch Wahlig deren drittes Büro zu eröffnen. (Marc Chmielewski)

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