Artikel drucken
02.02.2016

Iran: CMS eröffnet als erste Großkanzlei Büro in Teheran

Unter dem Namen CMS Pars ist CMS Hasche Sigle seit Februar in Teheran präsent. Die Gesellschaft nach iranischem Recht ermöglicht es der Sozietät, im Iran anwaltlich zu beraten. CMS ist damit die erste internationale Großkanzlei, die mit einem eigenständigen Büro in Teheran vertreten ist. Schon im Frühjahr 2015 hatte die Hamburger MDP-Kanzlei Wülfing Zeuner Rechel den Schritt in den Iran gewagt.

Shaghayegh Smousavi

Shaghayegh Smousavi

Die Leitung der neuen CMS-Repräsentanz liegt bei Shaghayegh Smousavi (39), die ihre Zeit zwischen Düsseldorf und Teheran aufteilt, sowie Dr. Jürgen Frodermann, der im Düsseldorfer Büro bleibt, aber häufig nach Teheran reist. Zusätzlich arbeitet ein iranischer Anwalt mit iranischer Zulassung im Teheraner Büro. Es ist geplant, das Team weiter auszubauen. CMS-Partner Frodermann betreut ebenso wie die deutsch-iranische Partnerin Smousavi seit Jahren iranische Mandanten. 

Das Büro befindet sich im Navak Tower, in dem auch die Deutsch-Iranische Industrie- und Handelskammer angesiedelt ist. Im Gegensatz zu dem Büro in Istanbul, das von der CMS-Allianz betrieben wird, hat CMS Hasche Sigle das Büro in Teheran alleine eröffnet.

„Mit der Einrichtung des CMS-Standortes in Teheran wollen wir Präsenz zeigen und die Wichtigkeit des Marktes Iran und Naher Osten unterstreichen“, sagte Dr. Hubertus Kolster, Managing-Partner von CMS Hasche Sigle. „Wir können so unsere Mandanten und Investoren bei Projekten im Iran vor Ort begleiten.“ Darüber hinaus sollen iranische Unternehmen, die am Handel mit europäischen Unternehmen teilnehmen wollen, betreut werden. Erste Projekte in diesem Zusammenhang sind schon im Gange.

Jürgen Frodermann

Jürgen Frodermann

Iran Khodro Diesel kooperiert wieder mit Daimler

Mitte Januar hatte die internationale Atomenergiebehörde IAEA ihre Zustimmung zur Aussetzung der jahrelangen Sanktionen gegeben. Wenige Tage später gab der deutsche Autobauer Daimler bekannt, im Iran wieder Nutzfahrzeuge produzieren zu wollen. Dafür unterzeichnete er mit dem lokalen Konzern Iran Khodro Diesel (IKD) eine Absichtserklärung, die nach Marktinformationen unter anderem von dem Inhousejuristen René von Samson-Himmelstjerna ausgehandelt wurde. Samson-Himmelstjerna betreute als regionaler General Counsel bislang vor allem die Daimler-Geschäfte im asiatischen Raum.

IKD hingegen wurde vom CMS-Litigation-Partner Claus Thiery beraten. Nach JUVE-Informationen wurde er dabei unterstützt von Senior Associate Florian Griedl und dem Teheraner Anwalt Ramin Salehkhou. Mit IKD arbeitete der schwäbische Autokonzern bereits mehrere Jahrzehnte zusammen, bevor Vorstandchef Dieter Zetsche im November 2010 bekannt gab, dass Daimler seine langjährige Geschäftstätigkeiten im Iran mit Blick auf die internationalen Sanktionen vollständig aussetzen würde. (Claudia Otto, Sonja Behrens)

  • Teilen