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29.02.2016

Kartellrecht: Zwei erfahrene Partner sollen Praxis bei Eversheds ausbauen

Das Münchner Büro von Eversheds erhält zum März Verstärkung im Kartellrecht. Martin Bechtold (58) schließt sich der Kanzlei als Non-Equity-Partner an. Erst vor wenigen Wochen hatte die Kanzlei durch den Einstieg des Partners Gerald Brei auch in ihrem Züricher Büro einen Neuzugang im Kartellrecht vermeldet.

Martin Bechtold

Martin Bechtold

Bechtold gilt insbesondere bei internationalen Fusionskontrollen als besonders erfahrenen. Zunächst war er mehrere Jahre als Partner für Clifford Chance tätig und ab 2005 für Allen & Overy in Brüssel. Hier betreute er zahlreiche komplexe grenzüberschreitende Zusammenschlüsse sowie auch Kartellbußgeldverfahren und erwarb sich hohes Renommee. 2014 wechselte er dann zu King & Wood Mallesons in Frankfurt, schied aber dort nach einigen Monaten wieder aus und arbeitete zuletzt als Einzelanwalt. Bei Eversheds soll er neben München teils auch im Brüsseler Büro tätig sein. Bislang hatte die Sozietät hierzulande keinen Partner mit originärem Schwerpunkt im Kartellrecht in ihren Reihen, allerdings deckte der M&A-Chef Christof Lamberts diese Fragen teils mit ab.

Dr. Joos Hellert, Leiter der deutschen Dispute-Resolution-Praxis von Eversheds, sagte: „Vor allem die Nachfrage nach grenzüberschreitender Beratung bei kartellrechtlichen Auseinandersetzungen sowie zu Compliance-Themen nimmt stetig zu.“ Der Zugang von Bechtold sei in diesem Zusammenhang ein wichtiger Schritt im Ausbau der deutschen Praxis.

Unter der Führung der Londoner Partnerin Ros Kellaway baut die britische Kanzlei auch an anderen Standorten ihre kartellrechtlichen Kapazitäten aus. In Zürich holte sie von der angesehenen Schweizer Kanzlei Homburger Gerald Brei als Partner hinzu. Der 54-jährige deutsche Anwalt war vor zehn Jahren in die Schweiz gewechselt, nachdem er zuvor bei der Münchner Kanzlei LMR Lindemann Mentzel gearbeitet hatte. Bis 2002 hatte er das Kartellrechtsteam von Siemens geleitet.  

Die britische Sozietät Eversheds hatte in Deutschland mehr als zehn Jahre lang mit der Münchner Kanzlei Heisse Kursawe kooperiert. Nachdem beide einige Zeit auf eine Fusion hingearbeitet hatten, integrierte Eversheds die drei deutschen Heisse-Büros in München, Berlin und Hamburg im vergangenen Jahr voll in ihr internationales Netzwerk. Eversheds hat weltweit mehr als 50 Büros in weit mehr als 20 Ländern. (Antje Neumann)

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