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31.03.2016

Berlin: Alstom schraubt an Struktur seiner deutschen Rechtsfunktionen

Der französische Schienenfahrzeughersteller Alstom hat die Struktur seiner Rechtsfunktionen hierzulande zum April derjenigen im Rest Europas angeglichen. So ist das Vertragsmanagement nun der Rechtsabteilung zugeordnet, an deren Spitze für Deutschland, Österreich und die Schweiz seit Jahresbeginn Gernot Tölle (45) steht. Hintergrund der Veränderungen ist der zwölf MiIliarden Euro schwere Verkauf des Alstom-Energietechnikgeschäftes an General Electric im vergangenen Jahr. Seither konzentriert sich Alstom auf die Transportbranche, speziell den Schienenverkehr.

Gernot Tölle

Gernot Tölle

Der Leiter des Vertragsmanagements, Michael Heinemann, berichtet künftig an Tölle. Heinemann ist seit vielen Jahren in unterschiedlichen Funktionen für Alstom tätig und baute das Vertragsmanagement in Deutschland und Österreich in den vergangenen Jahren auf. Bislang berichteten Vertragsmanagement und Rechtsabteilung unabhängig voneinander an die in Frankreich ansässige Inge de Venter, Vice President Legal & Compliance Europe.

Zum Rechtsteam um Tölle gehören zudem Dr. Frank Baddack und Anita Wirth, das Vertragsmanagement zählt insgesamt sieben Personen. Weltweit zählt die Rechtsabteilung, inklusive Vertragsmanagement und Compliance mehr als 200 Mitarbeiter. Geleitet wird das globale Team seit 2011 von Dr. Pierrick Le Goff, der in Deutschland promovierte und seit 1994 bei Alstom ist.

Tölle kam Anfang des Jahres von der Wettbewerberin Bombardier Transportation, wo er rund 15 Jahre tätig war, davon etwa zehn Jahre in der Konzernholding. Mit seinem Einstieg rückte er auf die Position von Dr. Achim Büllesbach, der nach mehreren Jahren an der deutschen Rechtsspitze inzwischen in Frankreich den Posten als Leiter Recht und Vertragsmanagement für Osteuropa übernommen hat.

Für die Alstom-Juristen bedeutete der Verkauf des Energietechnikgeschäfts im vergangenen Jahr eine deutliche Veränderung ihrer Zuständigkeiten, da mit der Transaktion die Holding-Funktionen in Deutschland und anderen Ländern an GE gingen, zu denen auch der Rechtsbereich gehörte. Die lokalen Rechtsteams haben damit auch die nicht-operativen Beratungsfelder wie Gesellschafts- oder Immobilienrecht unter ihren Fittichen. (Astrid Jatzkowski)

 

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