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16.08.2016

München: Schultze & Braun holt Wellensiek-Juristen für Restrukturierungen

Die Insolvenzkanzlei Schultze & Braun setzt ihren Ausbaukurs in Süddeutschland fort: Von der Wettbewerberin Wellensiek warb sie Christoph Chardon ab. Der 43-Jährige wechselte als Direktor in das Münchner Büro von Schultze & Braun und soll dort die Restrukturierungs- und Sanierungsberatung mit ausbauen.

Als Bankkaufmann und Jurist qualifiziert, leitete Chardon bis 2011 die deutsche Niederlassung der UniCredit Credit Management Bank, bevor er sich Wellensiek als Counsel anschloss. Für die Kanzlei war er bereits zu Beginn seiner Karriere tätig gewesen im Bereich Non-Performing Loans, später schloss er sich der Insolvenzkanzlei Grub Brugger & Partner an.

Insofern bringt Chardon neben insolvenzrechtlicher Expertise auch Erfahrung in der Umstrukturierung von Finanzierungsverbindlichkeiten mit. Der Direktorenstatus bei Schultze & Braun ist unmittelbar unterhalb der Partnerebene angesiedelt ist und entspricht damit dem Counsel-Status in anderen Kanzleien.

Zuletzt hatte Schultze & Braun in München Hanns Pöllmann und zwei weitere Insolvenzrechtler an Bord genommen, die an einer Reihe von oberbayerischen Insolvenzgerichten als Verwalter bestellt werden. Parallel möchte die multidisziplinäre Kanzlei den Restrukturierungsbereich stärken. Chardon dürfte zukünftig eng mit Andreas Elsäßer und seinem Team in Stuttgart zusammenarbeiten, die Ende 2014 hinzukamen und ebenfalls auf die insolvenznahe Beratung fokussiert sind.

Am Münchner Standort von Wellensiek verbleiben nach Chardons Wechsel noch der Partner Prof. Dr. Markus Stadler mit drei Associates. Die Kanzlei, die schon länger an einer Neuaufstellung arbeitet und erstmals Anfang des Jahres eine weibliche Mitarbeiterin in die Partnerriege aufnahm, hatte bundesweit in den letzten Jahren schon einige Abgänge zu verkraften. So verließen im Frühjahr 2015 beispielsweise Dr. Lorenzo Matthei und Stephan Strumpf den Beratungszweig, um mit Gleiss Lutz-Juristen zusammen die Frankfurter Restrukturierungsberatung Finkenhof zu gründen. Sie sind mit der Begleitung von Kronenbrot und der Beratung der Heberer-Gruppe bereits gut im Geschäft. (Sonja Behrens)

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