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30.09.2016

London: CMS Cameron McKenna will mit Olswang und Nabarro fusionieren

Im Londoner Markt steht eine Großfusion bevor. Nach Angaben des Branchenmagazins ‚The Lawyer‘ stimmen die Partner der CMS-Mitgliedskanzlei Cameron McKenna, sowie von Nabarro und Olswang über eine vollständige Fusion ab. Daraus entstünde eine Kanzlei mit fast 400 Partnern sowie mehr als einer Milliarde Euro Umsatz.

Derzeit werden die Partner über die Einzelheiten der Fusion informiert. Dass die Fusionsgespräche bereits so weit fortgeschritten sind, war auch für die Partner der beteiligten Kanzleien eine Überraschung: Nabarro-Partner sollen von der Fusion erst aus Presseberichten erfahren haben, heißt es in gut informierten Londoner Kreisen. Offiziell soll die Fusion in der zweiten Oktoberwoche verkündet werden.

Cameron McKenna ist erheblich größer als ihre Fusionspartner. Laut ‚The Lawyer‘ hat sie 201 Partner, während Nabarro 108 und Olswang 70 Partner zählen. Cameron ist vor allem für die breite aufgestellte Mid-Cap-Corporate- und Finanzpraxis bekannt. Nabarro verfügt über eine starke Immobilienpraxis und hat traditionell eine enge Verbindung zu GSK Stockmann + Kollegen in Deutschland. Olswang gilt als eine der traditionsreichsten Londoner Kanzleien für Medien und Technologie, hat allerdings auch eine große Immobilienpraxis.

Seit Monaten gibt es Spekulationen im Londoner Markt über eine bevorstehende Fusion von Olswang, die seit dem Wechsel an der Managementspitze im vergangenen Jahr eine neue strategische Ausrichtung sucht. Als Teil dieser Entwicklungen hatte sich das starke Berliner Büro der Kanzlei abgespalten und Mitte 2015 der US-Kanzlei Greenberg Traurig angeschlossen. Übrig blieb das Münchner Büro mit einer starken IP-Ausrichtung, das sich allerdings durch die Ankunft des Graf von Westphalen-Corporate-Partners Robert Heym Mitte 2015 verstärkt hat. (Aled Griffiths)

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