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23.09.2016

Schon wieder insolvent: AndresPartner übernimmt bei Strauss Innovation

Zum dritten Mal innerhalb von zwei Jahren geht die Langenfelder Warenhauskette Strauss Innovation in ein Insolvenzverfahren. Die Geschäftsführung hat beim zuständigen Amtsgericht Düsseldorf einen entsprechenden Antrag gestellt. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Dr. Dirk Andres bestellt.

Dirk Andres

Dirk Andres

Strauss Innovation sei zahlungsunfähig, teilt Dirk Andres mit, und die Ausgangslage sei nicht einfach. Der Sanierungsexperte wird nun mit seinem Team alle Möglichkeiten prüfen, während der Geschäftsbetrieb in den deutschlandweit 57 Strauss-Filialen weiterläuft. Betroffen von der erneuten finanziellen Misere sind rund 670 Beschäftigte, Andres will für sie so schnell wie möglich eine Insolvenzgeldvorfinanzierung bei der Agentur für Arbeit erreichen.

Es ist der dritte Insolvenzantrag von Strauss seit 2014: Ein Schutzschirmverfahren im Januar 2014 übernahm Dr. Andreas Ringstmeier von Ringstmeier & Kollegen als Sachwalter, McDermott Will & Emery beriet das Unternehmen. Das Verfahren endete im August 2014 mit dem Einstieg der Waldeck-Mandantin Mühleck, einem Family Office. Im Juni 2015 musst dann allerdings erneut ein Verwalter ran, Horst Piepenburg von Piepenburg Gerling übernahm das Ruder zur Rettung der Kette. Das Verfahren endete im Oktober vergangenen Jahres mit dem Einstieg der von Grub Brugger beratenen Deutschen Mittelstandsholding (DMH), die große Teile des Geschäftes übernahm.

Erst im August hatte sich Strauss frisches Geld bei dem jungen Fintech-Unternehmen Creditshelf besorgt, das mit der MHB-Bank kooperiert. Creditshelf vermittelt eigentlich kurzfristige, unbesicherte Unternehmenskredite an Mittelständler, die sie über eine Plattform von Investoren refinanziert. Im Falle des Strauss-Kredites hatte sich das Unternehmen, eine Mandantin von Schalast & Partner, erstmals in den Markt besicherter Kredite vorgewagt. (Christiane Schiffer)

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