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26.09.2016

Steuerrecht: Alexander Hemmelrath wieder unter eigener Flagge tätig

Der bekannte Steuerexperte Prof. Dr. Alexander Hemmelrath ist zum September bei Norton Rose Fulbright ausgeschieden und seither in Feldafing am Starnberger See unter eigener Flagge tätig. Hemmelrath war vor rund drei Jahren als Partner zum Münchner Norton Rose-Büro gestoßen und sollte dort die Steuerrechts- und Nachfolgeberatung vorantreiben.

Hemmelrath_Alexander

Alexander Hemmelrath

Hemmelrath, einst Mitbegründer der inzwischen liquidierten Sozietät Haarmann Hemmelrath & Partner, einer der seinerzeit bundesweit wichtigsten und angesehensten Adressen, zählt zu den schillerndsten Persönlichkeiten in der Steuerberatung hierzulande. An die großen Erfolge aus diesen Zeiten konnte Hemmelrath indes nach dem durch einen langwierigen Haftungsrechtsstreits ausgelösten Untergang der Kanzlei vor gut einen Jahrzehnt nicht wieder anknüpfen.

Zunächst machte er mit einem Teil des Teams unter Hemmelrath & Partner weiter und ging dann mit der französischen Steuerberater- und WP-Kanzlei Mazars zusammen. Später schloss er sich dann der WP-Gesellschaft WTS an, was jedoch nur eine kurze Episode vor seinem Wechsel zu Norton Rose blieb. Dort war er im Sommer 2013 eingestiegen, agierte aber seither recht unauffällig.

Nun wolle er an die erfolgreichen Jahre als selbstständiger Berater anknüpfen und habe sich zum Neubeginn entschieden. Im neuen Beratungsunternehmen wolle er unbeeinträchtigt von den administrativen Erfordernissen einer Großkanzlei sein Hauptaugenmerk wieder ausschließlich auf die Bedürfnisse der Mandanten und seine eigenen Stärken legen, so Hemmelrath in einem Mandantenbrief. Im Fokus ständen dabei vor allem Transaktionen, Umstrukturierungen sowie internationales Steuerrecht und die Besteuerung von Personen- und Fondsgesellschaften. Damit richtet er sich sowohl an Familienunternehmen als auch Vorstände, Geschäftsführer und Aufsichtsräte.

Hemmelraths bisherige Kanzlei Norton Rose war in München vor wenigen Monaten stark dezimiert worden, als ein größeres Team um den einstigen Senior-Partner Alexander von Bergwelt für die Wettbewerberin Dentons ein neues Büro eröffnete. Unter den 13 Köpfen, die wechselten, war auch ein Steuerrechtler, der Partner Dr. Igsaan Varachia.

In München hat Norton Rose nun im Steuerrecht noch den Partner Klaus Bader, den of Counsel Dr. Frank Bayer, vergleichbar einem Salary-Partner, sowie rund eine Handvoll Associates in ihren Reihen. Schon zuvor hatte die Kanzlei indes im Steuerrecht ihr Wachstum stärker auf den Standort Frankfurt konzentriert. Dort war vor rund einem Jahr Tino Duttiné von Baker & McKenzie gekommen und als Partner eingestiegen. Der Chef der Praxis, Dr. Uwe Eppler, agiert mit seinem Team jedoch von Hamburg aus und berät unter anderem Versicherer zu steuerlichen Risiken im Immobiliensektor. (René Bender)

 

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