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06.10.2016

Düsseldorf: McDermott baut Patentrecht mit Loschelder-Prozessspezialist aus

Dr. Henrik Holzapfel (41) verstärkt seit Oktober die Patentpraxis von McDermott Will & Emery. Der Pharmaexperte wechselte als Partner in das Düsseldorfer Büro der Kanzlei. Zuvor war er in Köln eineinhalb Jahre für Loschelder tätig, zuletzt als Salary-Partner.

Henrik Holzapfel

Henrik Holzapfel

Holzapfel gilt vor allem bei Patentprozessen mit chemischem und pharmazeutischem Hintergrund als versiert. Sein Handwerk lernte er im Düsseldorfer Patentteam von Gleiss Lutz um Dr. Thomas Bopp. Gleiss verließ er 2014 als Assoziierter Partner in Richtung Loschelder. Neben Patentprozessen ist er bei der strategischen Beratung und Lizensierung technischer Schutzrechte, dem Arbeitnehmererfinderrecht, Know-how-Schutz und Wettbewerbsrecht (UWG) erfahren.

Der Ausbau der Patentpraxis ist für McDermott konsequent. Seit Gründung ihres Düsseldorfer Büros fehlte ihr vor Ort Patentexpertise. In München arbeiten derzeit ein Partner und zwei Associates unter anderem zu Patentprozessen. In der Vergangenheit hatte McDermott von München aus versucht, im deutschen Patentgeschäft Fuß zu fassen – allerdings mit mäßigem Erfolg und wechselnder Besetzung.

Die US-Kanzlei gilt in ihrem Heimatland als ein Schwergewicht für Patentprozesse. Sie suchte zuletzt, wie auch eine ganze Reihe Wettbewerber, den Einstieg in das deutsche Patentrecht, um von der steigenden Prozesszahl zu profitieren und das neue europäische Patentgericht von Beginn an begleiten zu können. Dessen Start gilt infolge der Brexit-Entscheidung derzeit aber als ungewiss.

Loschelder ist nun – wie schon vor Holzapfels Zugang – ohne nennenswerte Patentexpertise. Die Kanzlei hat vor allem im Soft-IP einen guten Ruf. (Mathieu Klos)

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