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20.01.2017

Hamburg: Scherenberg startet als Spin-off von Preu Bohlig

Der IP- und Medienrechtler Dr. Oliver Scherenberg (41) hat sich zum Januar gemeinsam mit Michael-Matthias Nordhardt (32) unter dem Namen Scherenberg selbstständig gemacht. Scherenberg war Partner bei Preu Bohlig, Nordhardt Associate.

Oliver Scherenberg

Oliver Scherenberg

Scherenberg stieg 2012 als Partner bei Preu Bohlig ein, die vor allem für ihr Know-how im Markenrecht bekannt ist. Seinerzeit kam er von Unverzagt von Have, wo er insgesamt fünf Jahr war – zuletzt als Salary-Partner.

Nun unter eigener Flagge am Markt, konzentriert er sich auf die Beratung um die Verwertung von geistigen Eigentumsrechten. Dazu zählen vor allem Lizenzverträge für Marken, Patente, Urheberrechte, Bildnis- und Namensrechte sowie die gewerblichen Schutzrechte im Rahmen von Transaktionen. Besonders eng ist Scherenberg mit der Sisvel-Gruppe verbunden, für die er seit Beginn des Jahres die Rolle eines ausgelagerten General Counsel übernommen hat.

Das Mandat für den Patentverwerter Sisvel war es auch, das bei Preu Bohlig zu Interessenkonflikten geführt hatte. Gleichwohl bleibt Scherenberg eng mit Preu Bohlig verbunden. Beide werden auch künftig in Mandaten zusammenarbeiten. Zu Scherenbergs Mandanten zählen etwa das Bekleidungsunternehmen Kik, die Umweltorganisation WWF Deutschland und das auf Kundenbindung spezialisierte Beratungsunternehmen Ventum. Nordhardt konzentriert sich stärker auf das Medien- und Presserecht. Er ist zugleich als Redakteur beim SWR beschäftigt.

Am Hamburger Standort von Preu Bohlig verbleiben nun noch sechs Anwälte, drei Partner und drei Associates, die sich in erster Linie um das Markenrecht kümmern. Auch das Medienrecht war vor einem Jahr gestärkt worden, als Philipp von Mettenheim von OMG Oldenburg Mettenheim zu Preu Bohlig stieß. Scherenberg ist nicht der erste Spin-off von Preu Bohlig. Vor einem Jahr ging am Düsseldorfer Standort der Spin-off Kather Augenstein an den Start. Als Gründe für die Ausgliederung gab Preu Bohlig seinerzeit die unterschiedliche Auffassung über die strategische Ausrichtung sowie Interessenkollisionen bei Mandanten an. (Eva Flick)

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