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07.12.2017

BGH-Kanzlei: Ziemons & Raeschke-Kessler geht auseinander

Die Anwälte am Bundesgerichtshof Dr. Hildegard Ziemons (56) und Prof. Hilmar Raeschke-Kessler (74) gehen ab dem kommenden Jahr getrennte Wege. Beide werden künftig als Einzelanwälte tätig sein. Ziemons war in der jüngsten Runde von BGH-Zulassungen Ende 2013 ernannt worden und hatte sich damals mit Raeschke-Kessler assoziiert.

Ziemons_Hildegard

Hildegard Ziemons

Ziemons wird ihren Kanzleisitz nach Karlsruhe verlegen, Raeschke-Kessler behält das Büro in Ettlingen. Ziemons war vor ihrer Ernennung zur BGH-Anwältin 13 Jahre lang Partnerin bei CMS Hasche Sigle in Frankfurt. Damals schon war sie auf Konzern-, Aktien- und Bankrecht spezialisiert. Diesen Schwerpunkt wird sie auch in Zukunft fortführen.

Hilmar Raeschke-Kessler

Hilmar Raeschke-Kessler

Raeschke-Kessler, seit 1986 als BGH-Anwalt zugelassen, ist insbesondere in der Schiedsszene bekannt. Er wird seit vielen Jahren als Schiedsrichter bei nationalen und internationalen Streitigkeiten bestellt. Außerdem vertritt er als BGH-Anwalt in Verfahren, bei denen es um die Aufhebung und Vollstreckung von Schiedssprüchen geht. Auch er wird auf diesem Gebiet weiter arbeiten.

Raeschke-Kessler erklärte auf JUVE-Anfrage, der Trennung seien Meinungsverschiedenheiten vorausgegangen. Ziemons äußerte sich nicht zu den Gründen. Soweit bekannt, wäre der Sozietätsvertrag ursprünglich erst in einem Jahr ausgelaufen. (Christiane Schiffer)