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05.12.2017

Nach Noerr und CBH: Auch Beiten Burkhardt eröffnet in Hamburg

Im Januar wird Beiten Burkhardt an der Elbe ihr fünftes deutsches Büro eröffnen. Dafür konnte die Kanzlei den Arbeitsrechtler Dr. Thomas Lambrich (47) von der Hamburger Einheit Prinz Neidhardt Engelschall und Torsten Cülter (38) von der Insolvenzkanzlei Schultze & Braun gewinnen. Zudem werden neun Beiten-Anwälte ganz oder teilweise an den neuen Standort wechseln.

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Thomas Lambrich

Lambrichs Schwerpunkte sind die Gestaltung und Verhandlung von Kollektivvereinbarungen mit Gewerkschaften oder Betriebsräten, vor allem im Zuge von Umstrukturierungen sowie bei Arbeitszeit- und Vergütungsmodellen. Seine Karriere hatte er bei Baker & McKenzie begonnen. Es folgten Stationen bei Prinz Neidhardt Engelschall, Pusch Wahlig und Noerr, bevor er 2015 zu Prinz Neidhardt Engelschall zurückkehrte. Bei Beiten Burkhardt wird er als Equity-Partner einsteigen.

Cülter hingegen ist als Salary-Partner für Beiten tätig. Er begann seine Laufbahn 2007 bei Brinkmann & Partner, bevor er für WZR Rechtsanwälte und Hainke Schüler Alleyne Fumagalli tätig wurde und 2014 schließlich zu Schultze & Braun wechselte. Cülter berät sowohl zu finanziellen Restrukturierungen als auch im Insolvenz- und Gesellschaftsrecht.

Cülter_Torsten

Torsten Cülter

Neben den beiden Quereinsteigern wird künftig auch der Equity-Partner Dietmar Reich in Hamburg arbeiten. Der Kartellrechtler wechselt aus dem Brüsseler Büro dorthin. Zudem werden drei Salary-Partner ihren Lebensmittelpunkt nach Hamburg verlagern: Oliver Köster (Gesellschaftsrecht/M&A) aus Berlin, Léon Wolters (Arbeitsrecht) aus München und Sebastian Zajons (Steuern) aus Düsseldorf.

Hinzu kommen mehrere Anwälte, die regelmäßig im Hamburger Büro arbeiten werden, ohne ihren alten Standort aufzugeben. Dies sind die Equity-Partner Dr. Guido Krüger (Steuern) aus Düsseldorf sowie aus München Dr. Angelica von der Decken (IP/IT/Medien) und Dr. Hans-Peter Mechlem (Arbeitsrecht). Ebenfalls teilweise nach Hamburg wechseln die Salary-Partner Julia Schütte (Arbeitsrecht) aus Berlin und Marco Tautorat (Bank-, Finanz- und Kapitalmarktrecht) aus Frankfurt. Associates gehören nicht zum Startteam.

Ziel der Kanzlei ist es, in Hamburg mittelfristig ein Full-Service-Angebot anzubieten, ebenso wie an ihren bisherigen deutschen Standorten München, Frankfurt, Berlin und Düsseldorf. Dafür will Beiten sowohl auf Partner- als auch auf Associateebene wachsen. Damit folgt sie ihrer Strategie, sich wie auch in der Vergangenheit gezielt mit Quereinsteigern zu vergrößern. Zuletzt verstärkte sich Beiten etwa in Frankfurt mit dem Immobilienrechtler Dr. Jochen Reuter von CMS Hasche Sigle, während die Corporate-Praxis in Düsseldorf mit dem Metro-Juristen Dr. Winfried Richardt wuchs.

Der Hamburger Kanzleimarkt ist seit Jahren in Bewegung: Internationale Großkanzleien verkleinern ihre Teams, weil sie ihre Stundensätze bei den überwiegend großen mittelständischen und oft familiengeführten Hamburger Unternehmen immer seltener durchsetzen können – auch weil die Hansestadt überdurchschnittlich viele Spin-offs beherbergt, die ihre Beratung erheblich günstiger als die internationale Konkurrenz anbieten. Gleichzeitig öffnet der Rückzug der großen Internationalen auch eine Tür für deutsche Kanzleien, die zuletzt zahlreich nach Hamburg drängten: 2017 eröffneten hier etwa Noerr, CBH Rechtsanwälte, Lupp & Partner und Schnittker Möllmann Partners. (Christin Stender)

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