Artikel drucken
26.01.2018

Öffentliches Wirtschaftsrecht: EY Law holt erfahrenen Görg-Anwalt für Berlin

Zum Februar verstärkt EY Law seinen Berliner Standort mit Dr. Peter Schimanek. Der 52-Jährige Vergabe- und Beihilferechtler kommt von Görg, wo er bis zuletzt Counsel war. Bei EY Law steigt er als Director ein, was dem Status eines Salary-Partners entspricht. Schimanek wird zu einer wachsenden Fachgruppe ‚Öffentliches Wirtschaftsrecht‘ stoßen, die vor allem in der integrierten Beratung an Bedeutung gewinnt.

Schimanek machte im Laufe seiner Karriere Station bei Gleiss Lutz, Noerr, Baker & McKenzie. Im Februar 2008 zog es ihn ins Berliner Görg-Büro, wo er die vergabe- und beihilferechtliche Beratung mit aufbaute. Als Öffentlichrechtler begleitete er aber auch die Planungs- und Genehmigungsphase von Offshore-Windparks für die Görg-Mandantin Trianel oder internationale Transaktionen in der Immobilienbranche. Nach dem Weggang Schimaneks beschäftigt Görg im Umwelt- und Planungsrecht weiterhin sieben Equity-Partner, fünf Salary-Partner und acht Associates.

Bei EY Law wird Schimanek die Gruppe ‚Öffentliches Wirtschaftsrecht‘ stärken, die von Dr. Oliver Wittig geleitet wird. Von dort aus soll Schimanek seine Erfahrung aber auch bei anderen Beratungsteams einbringen, die viel für die öffentliche Hand arbeiten. EY Law nennt diese Beratungsteams ‚Sektorgruppen‘.

Neben dem Verkehrssektor wird Schimanek etwa auch die Energiesektorberatung stärken, die Dr. Christian Hampel leitet und die sich zuletzt deutlich verstärken konnte. Neben Dr. Tobias Lehberg, der von PFK Hasselt Schlage an den Standort Düsseldorf gewechselt war, ist sicherlich der Zugang der langjährigen Partnerin von Freshfields Bruckhaus Deringer, Dr. Annedore Streyl, ein großer Gewinn für die Praxis gewesen. Die Gesellschaftsrechtlerin verstärkt seit dem vergangenen November als Mitglied des Fachbereichs ‚Transaction/M&A‘ auch die Energierechtspraxis am Berliner Standort.

Die EY Law Praxisgruppe ‚Öffentliches Wirtschaftsrecht‘ ist seit 2014 um das Fünffache gewachsen. Heute zählt sie rund 10 Juristen. Darüber hinaus gewinnt sie zudem auch im multidisziplinären EY-System an Bedeutung, in dem die Big-Four-Gesellschaft ihr Angebot für die öffentliche Hand in der Gruppe Government & Public Sector zusammenführt, die von Prof. Dr. Bernhard Lorentz geleitet wird. Die immer besser vernetzten Einheiten profitieren davon, dass die öffentliche Verwaltung Beratungsleistungen immer häufiger im Paket einkauft, anstatt viele Einzelmandate zu vergeben. Bestes Beispiel ist der Auftrag zur Umsetzung der zentralen Autobahngesellschaft. In der Ausschreibung dazu hatte der Bund beispielsweise rechtliche Beratung mit personalorganisatorischen Aspekten verknüpft. Den Zuschlag erhielt letztlich Beiten Burkhardt. (Martin Ströder)

  • Teilen