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23.02.2018

Umsatz 2017: Hogan Lovells Deutschland erneut mit deutlichem Plus

Mit 8 Prozent mehr Umsatz hat die deutsche Hogan Lovells-Praxis das zurückliegende Geschäftsjahr abgeschlossen. Der Zuwachs war damit nicht mehr zweistellig, wie noch in den vergangenen Jahren, aber weiterhin deutlich. Gleichzeitig sank allerdings die Produktivität der Kanzlei marginal und fiel wieder leicht unter den letztjährigen Wert von 601.000 Euro pro Berufsträger.

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Burkhart Goebel

Die vier deutschen Büros in München, Hamburg, Düsseldorf und Frankfurt kamen im Geschäftsjahr 2017 auf einen Umsatz von 195,9 Millionen Euro (Vorjahr: 181,4 Millionen Euro). Das dritte Rekordergebnis hintereinander erwirtschaftete die von Europachef Dr. Burkhart Goebel angeführte deutsche Einheit mit 330 Berufsträgern (Full Time Equivalents − FTE). Das sind 28 mehr als im vergangenen Jahr, was den minimalen Rückgang beim Umsatz pro Berufsträger (UBT) um 1 Prozent auf 594.000 Euro in einem positiveren Licht erscheinen lässt.

Auch die Partnerschaft wuchs im vergangenen Jahr auf 84,1 Berufsträger: Neben drei Partnerernennungen zum Jahreswechsel ist insbesondere der Quereinstieg der ehemaligen Mayer Brown-Partner Dr. Jochen Seitz und Peter Maier samt achtköpfigen Team zu nennen. Weil sie allerdings erst seit November für Hogan Lovells zum Umsatz beitragen, schlägt ihre Arbeit für das letzte Geschäftsjahr kaum zu Buche.

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Thomas Dünchheim

Das Umsatzplus verteilt sich relativ gleichmäßig über alle Rechtsgebiete. Am stärksten ist der Litigation-Part der Kanzlei gewachsen, gefolgt von der Beratung im Gesellschaftsrecht und im IP/IT-Recht. Prozentual gesehen stieg allerdings der Umsatz der kleinsten Einheit am deutlichsten: Die von Prof. Dr. Thomas Dünchheim geführte ‚Government Regulatory‘, der auch das Kartellrecht zugehört, steigerte ihren Umsatz von 6 auf 9,5 Millionen Euro.

Insgesamt konnte Hogan Lovells ihre Beziehungen zu Dax-Unternehmen vertiefen. Weiter ausgebaut hat sie auch ihren Industriegruppenansatz, der die interne Organisation der Kanzlei immer deutlicher prägt. Zu den wichtigen Mandaten im vergangenen Jahr gehörte beispielsweise der Verkauf des deutschen Tankstellennetzes von Esso, die Beratung von Daimler auf mehreren Gebieten und die Börsengänge von Vapiano und Voltabox.

Viele deutsche Partner im internationalen Management

Deutschland trägt mit seinem Ergebnis erneut wesentlich zum weltweiten Kanzleiergebnis bei, das erstmals die Zwei-Milliarden-Euro-Grenze durchbrach. Auch die Wachstumsraten der Deutschen liegen mit 8 Prozent über dem Durchschnitt. Während das Kanzleiergebnis weltweit ein Umsatzplus von 5 Prozent verbuchte, wuchs der kontinentaleuropäische Umsatz um 6,7 Prozent.

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Michael Schlitt

Der Erfolg spiegelt sich auch in der kanzleiinternen Gremienarbeit wider, die immer deutlicher von deutschen Partnern geprägt wird. Zu den etablierten Management-Partnern der Kanzlei, Goebel, Andreas von Falck (führt die weltweite IP/IT/Medien-Gruppe) und Ina Brock, kamen Ende 2017 weitere hinzu: Neben der Frankfurter Arbeitsrechtlerin Dr. Kerstin Neighbour, die zur Europchefin der Praxisgruppe Arbeitsrecht ernannt wurde, übernimmt Prof. Dr. Michael Schlitt überregional Verantwortung als Leiter Corporate Capital Markets and Securities in Europa. Die Hamburger Partnerin Tanja Eisenblätter wurde zur Europachefin der Litigationpraxis ernannt, Volker Geyrhalter, Partner in München, führt das Gesellschaftsrecht an. (Martin Ströder)

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