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18.05.2018

Energierecht: Hamburger Osborne Clarke-Partnerin wechselt zur HGV

Zum Mai hat Dr. Isabella Niklas die Leitung der HGV Hamburger Gesellschaft für Vermögens- und Beteiligungsmanagement übernommen. Die 46-Jährige war zuletzt Equity-Partnerin bei Osborne Clarke und überblickt nun eine städtische Holdinggesellschaft mit einer Bilanzsumme von rund 13 Milliarden Euro. Sie teilt sich die Leitungsfunktion mit dem Diplom-Kaufmann Oliver Jensen (46), der auf eine lange Karriere bei der Hamburger Finanzbehörde zurückblickt.

Niklas_Isabella

Isabella Niklas

Bei Osborne Clarke arbeitete die auf Transaktionen und Verträge im Energie- sowie Immobiliensektor spezialisierte Niklas von Hamburg aus bis zuletzt den Bereich Erneuerbare Energien. Im Team mit dem Kölner Partner Alexander Dlouhy betreute sie beispielsweise Mandanten wie den Investor Encavis.

2013 war Niklas aus ihrer eigenen Kanzlei WKN Witter Khalilzadeh Niklas zu Osborne Clarke gewechselt, um das damals neu gegründete Hamburger Büro der Kanzlei mit aufzubauen. WKN ging 2008 aus einer PricewaterhouseCoopers Legal-Abspaltung hervor, löste sich 2014 allerdings auf.

Bei der HGV folgen Niklas und Jensen auf Dr. Rainer Klemmt-Nissen und Petra Bödeker-Schoemann, die in den kommenden Monaten aus Altersgründen ausscheiden. Die Geschäftsführung der HGV überblickt eine Organisation bestehend aus 21 Referenten, die sich unter anderem um die zahlreichen Sondervermögen und Beteiligungen der Stadt als sogenannter kommunaler Querverbund kümmern. Dazu gehören etwa das Sondervermögen Schulimmobilien, die 100-prozentige Beteiligung an der Hamburger Hochbahn sowie diverse Beteiligungen an Hamburger Traditionsunternehmen wie etwa Hapag-Lloyd.

Niklas wird sich neben den Immobilien der Stadt in Zukunft insbesondere auch um den anstehenden Rückkauf der Hamburger Fernwärmenetze kümmern. Sie berichtet an den Aufsichtsrat der Konzernholding, für den aufgrund des politischen Wechsels im Oberbürgermeisteramt der Stadt Ende Mai ein neuer Vorsitz gewählt werden soll. Im Gespräch für die Nachfolge von Dr. Peter Tschentscher ist der Jurist Dr. Andreas Dressel, der erst zum März auf den Posten des Senators der Finanzbehörde berufen wurde.

Für die Enrgierechtspraxis bei Osborne Clarke ist der Wechsel durchaus ein Verlust. Mit Bezügen zum Energiesektor arbeiten nach ihrem Weggang noch 22 Anwälte an den 4 deutschen Standorten der Kanzlei, davon 8 Partner und 3 Counsel. Im Hamburger Büro verbleiben 23 Anwälte, darunter sind 8 Partner und ein Counsel. (Martin Ströder)

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