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03.07.2018

Verlust für Private-Client-Praxis: Noerr-Partner kehrt zu SSP-Law zurück

Der bekannte Düsseldorfer Steuerexperte Dr. Lutz Schmidt arbeitet bereits seit diesem Juni wieder unter der Flagge seiner früheren Kanzlei SSP-Law. Damit steht die Steuerpraxis der Großkanzlei in der Landeshauptstadt von NRW derzeit ohne Equity-Partner da. Der 55-Jährige zählte vor allem für die Beratung hochvermögender Privatkunden zu den Schlüsselpartnern von Noerr.

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Lutz Schmidt

Schmidt wird in Kürze auch sein Associate Stefan Renger nachfolgen. Zudem sollen weitere Berufsträger aus verschiedenen Kanzleien hinzukommen, teilte SSP mit. Den Teamaufbau möchte die Kanzlei Ende des dritten Quartals abschließen.

Schmidt kehrt damit zu seinen Wurzeln zurück: Er gehörte zu den ursprünglichen Gründungspartnern seiner neuen Einheit. 2005 hatte Schmidt mit SSP-Partner Stephan Schuran die Vorgängerkanzlei von SSP ins Leben gerufen, war aber vier Jahre später zu Noerr gewechselt. Bei SSP ist Schmidt nun neben Schuran, Dr. Michael Schmidt-Versteyl und Dirk Lange, die 2013 bzw. 2016 zu SSP kamen, vierter geschäftsführender Partner. Die MDP-Einheit beschäftigt darüber hinaus derzeit acht weitere Berufsträger, die als Rechtsanwälte und/oder Steuerberater qualifiziert sind.

Die Tätigkeitsschwerpunkte von Schmidt haben sich über die Jahre hinweg kaum geändert. Er stand immer für die Betreuung großer mittelständischer wie auch börsennotierter Unternehmen sowie deren Eigentümer bei der konzeptionellen Steuerberatung, insbesondere der Nachfolgeplanung und der Errichtung von Stiftungen. 

Bei Noerr hinterlässt sein Weggang eine deutliche Lücke, denn der erfahrene Steuerberater und Wirtschaftsprüfer verfügt über eine Vielzahl guter Beziehungen zum Mittelstand. Die verbliebenen Steuerrechtler in Düsseldorf – zwei Non-Equity-Partner und drei Associates – werden nun intern vorübergehend von dem 2017 zu Noerr gewechselten Frankfurter Partner Dr. Martin Haisch betreut. Allerdings entfällt der Private-Client-Fokus am Rhein damit praktisch fast vollständig, das Zentrum des Beratungsfeldes liegt nun wieder allein in München. (Jörn Poppelbaum)

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