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27.12.2018

Einer von 40 unter 40: Peter Huber schätzt Caesar und Zirngibl

Wir stellen vor: Peter Huber, M&A-Partner bei Hogan Lovells – einer der JUVE 40 unter 40. Die Juristen in dieser Liste sind so vielfältig wie das Leben selbst, aber eines eint sie: Sie haben vor ihrem 40. Geburtstag im Markt auf sich aufmerksam gemacht. Wer sie alle kennen lernen möchte: Sämtliche Porträts finden Sie im aktuellen JUVE Rechtsmarkt.

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Peter Huber (38)

JUVE: Wer ist Ihr Vorbild und warum?
Peter Huber: Gaius Iulius Caesar, weil er sich trotz, oder gerade wegen, großer Widrigkeiten zum führenden Staatsmann und hervorragenden Anwalt hochgearbeitet hat. Und Nikolas Zirngibl, bei dem ich 2012 als Senior Associate angefangen habe, kurz nach meiner Rückkehr zu Hogan Lovells. Dass er großartigen Erfolg haben würde, war damals schon allen klar. Wie er vom Venture-Capital-Spezialisten zum M&A-Partner und schließlich zum federführenden Anwalt bei Projekten wie der Daimler-Konzernumstrukturierung wurde, davon kann man sich eine Scheibe abschneiden.

Ihr Schreibtisch hat sich in den letzten Jahren ganz ähnlich entwickelt, dabei hatten Sie der Kanzlei 2010 eigentlich den Rücken gekehrt.
Damals beschloss ich, Inhouse-Anwalt bei einem VC-Investor zu werden. Das war eine sehr interessante Aufgabe. Ich hatte unter anderem ein recht großes Portfolio von internationalen Dating-Websites zu betreuen. Die Regulierung im Dating-Bereich ist komplex und die Herausforderungen mannigfaltig: Eine perfekte Gelegenheit für einen jungen Anwalt, sich seine Sporen zu verdienen und blaue Augen zu holen.

Erstaunlich. Aber zurück zu unseren Pflichtfragen. Wo haben Sie Ihr erstes eigenes Geld verdient und was haben Sie davon gekauft?
Ferienarbeit im Einzelhandel, Regale einräumen. Ich weiß gar nicht mehr, wofür ich’s ausgegeben habe, wahrscheinlich für Fahrradzubehör. Bei einem anderen Job hatte ich aber ein wirklich prägendes Erlebnis.

Klingt spannend…
…war aber eher aufreibend. Neben dem Studium habe ich als Trucker gearbeitet, mit meinem Lkw-Führerschein von der Bundeswehr. Da ging’s mal nach Southampton. Der Chef hatte uns eingeschärft, 100 Kilometer vor dem Ärmelkanal auf keinen Fall mehr anzuhalten. Wir mussten aber trotzdem stoppen. Von uns unbemerkt ist ein halbes Dutzend blinder Passagiere auf den Anhänger geklettert – die dann von den Grenzbeamten in Calais entdeckt wurden. Mein Beifahrer und ich landeten als mutmaßliche Menschenschmuggler im Gefängnis, und es dauerte die ganz Nacht, bis sich alles aufgeklärt hatte. Jetzt weiß ich, wie es ist, unschuldig hinter Gittern zu landen!

Das Gespräch führte Norbert Parzinger.

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