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22.01.2019

Neue Schiedsboutique: Frankfurter Mayer Brown-Partner macht sich selbstständig

Der Konfliktlösungsspezialist Dr. Mark Hilgard (62) hat zum Jahreswechsel Mayer Brown verlassen und eine eigene Kanzlei in Frankfurt gegründet. Hilgard war seit 1988 Partner bei Mayer Brown und deren Vorgängerkanzleien. Er will sich auf Schiedsverfahren konzentrieren und künftig verstärkt als Schiedsrichter tätig werden.

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Mark Hilgard

Schon in seiner bisherigen Kanzlei hatte sich Hilgard einen Namen als Schiedsrichter gemacht, konnte auf diesem Gebiet aber aufgrund von Konflikten viele Mandate nicht annehmen. Dieses Problem ist typisch, deswegen machen sich immer wieder Großkanzleipartner selbstständig, um mehr Schiedsrichtermandate annehmen zu können. Ein Beispiel ist etwa der frühere Freshfields Bruckhaus Deringer-Partner Dr. Christian Borris, der 2014 in Köln die Boutique Borris Hennecke Kneisel gründete. Hilgard will zunächst als Einzelanwalt tätig sein, schließt aber eine Vergrößerung der Kanzlei nicht aus.

Hilgard hat bei Mayer Brown reichlich Erfahrung im Umgang mit US-Mandanten gesammelt. Die Kanzlei aus Chicago hat auf globaler Ebene eine starke Konfliktlösungspraxis, diese ist nach Hilgards Abgang in Deutschland aber nur noch mit einem Partner vertreten: Dr. Jan Kraayvanger in Frankfurt, der inhaltlich ähnlich aufgestellt ist wie Hilgard. „International ist Litigation die größte Praxisgruppe von Mayer Brown“, sagt der deutsche Managing-Partner Dr. Guido Zeppenfeld. „Der Ausbau der deutschen Litigation-Praxis ist deshalb ein strategisches Kernziel.“ (Marc Chmielewski)

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