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22.02.2019

München: Litigation-Boutique JM schließt sich Fieldfisher an

Fieldfisher hat ihr Münchner Büro mit einem vierköpfigen Team von Prozessexperten verstärkt: Als Partner wechselte Jonas Mark (42) und als Counsel Dr. Jan-Ulf Suchomel (42), mit ihnen stoßen drei Associates zu der britischen Kanzlei. Alle Neuzugänge kommen aus der Konfliktlösungsboutique JM Legal, die damit vom Markt verschwindet. Für Fieldfisher bedeutet der Schritt den Aufbau einer eigenständigen deutschen Disputes-Praxis.

Jonas Mark

Jonas Mark

Bisher führt die Kanzlei Gerichtsverfahren vor allem zu Spezialthemen aus anderen Praxen heraus. Im Düsseldorfer Büro sitzen Kartellrechtler, die Kartellschadensersatzprozesse führen, und Patentrechtler mit entsprechender Litigationerfahrung. Auf Soft-IP-Streitigkeiten ist vor allem das Hamburger Büro spezialisiert.

Mark und Suchomel kennen sich seit langem. Gemeinsam verließen sie 2011 mit einem Team um den Partner Dr. Thomas Gädtke Hogan Lovells, um zu DLA zu wechseln. Mark hielt es dort nicht lange, er machte sich im Jahr darauf selbständig. Suchomel folgte ihm 2016. Beide decken ein breites Spektrum ab, vor allem Streitigkeiten im Handels- und Gesellschaftsrecht, aber auch mit insolvenz-, steuer- und versicherungsrechtlichen Bezügen sowie Beraterhaftungsthemen. 

Mandantin: Hogan Lovells

Zu den bekanntesten Mandaten von JM zählen die Vertretung des Cinerenta Medienfonds im Streit mit der Münchner Finanzverwaltung, bei dem es um die steuerliche Konzeption des Fonds ging, sowie von Hogan Lovells als beklagter Beraterin im Zusammenhang mit einer Spitzelaffäre beim Oldenburger Energiekonzern EWE.

Mit Mark und Suchomel kommen die Associates Stephanie Meyer-Wiegand (32), Konstantin Svigac und Katharina Hundemer (beide 30) zu Fieldfisher. Das Münchner Büro, das 2015 nur fünf Anwälte zählte, wächst mit den Neuzugängen auf 18 Anwälte. (Marc Chmielewski)

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