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25.02.2019

Umsatz 2018: Hogan Lovells Deutschland mit Rekordergebnis

Hogan Lovells übertrifft die eigenen Erwartungen: Mit einem Plus von 11,9 Prozent schafft die angloamerikanische Kanzlei den Sprung über die 200-Millionen-Euro-Marke. Insgesamt 219,2 Millionen Euro erwirtschafteten die vier deutschen Standorte, die sich damit als Zugpferd der kontinentaleuropäischen Entwicklung präsentieren. Der höhere Umsatz treibt auch den Umsatz pro Berufsträger trotz Personalzuwachs wieder in alte Höhen.

Stefan Schuppert

Stefan Schuppert

Im Schnitt trug jeder deutsche Berufsträger 628.100 Euro zum Gesamtergebnis der Kanzlei bei, womit Hogan Lovells weiterhin im Mittelfeld der Top-50-Kanzleien rangieren dürfte. Bereits 2016 war der Umsatz pro Berufsträger (UBT) der deutschen Praxis erstmals über 600.000 Euro gestiegen. 2017 fiel er leicht unter die Marke, um im vergangenen Geschäftsjahr trotz des Personalzuwachses von insgesamt knapp 20 FTE auf nun 349 FTE wieder deutlich anzuwachsen.

Die Partnerschaft wuchs von 84,1 auf 90,8 (Equity- und Salary-Partner). Hogan Lovells hatte das Geschäftsjahr mit acht neuen Partner aus eigenen Reihen begonnen. Zudem trugen die ehemaligen Mayer Brown-Partner Dr. Jochen Seitz und Peter Maier erstmals voll zum Umsatz bei. Sie waren zum Jahreswechsel 2017/18 mit ihrem achtköpfigen Team an den Frankfurter Standort gewechselt.

Finanzierung und Regulierung als Umsatztreiber in Deutschland

Die Zugänge machten sich für die ‚Finance‘-Gruppe deutlich bemerkbar. Mit einer 30-prozentigen Steigerung gehört die Gruppe zu den zentralen Wachstumstreibern des Geschäftsjahres. Dicht gefolgt erneut von ‚Government Regulation‘, zu der auch die Kartellrechtspraxis gehört. Sie konnten ihr Vorjahresergebnis nochmal um 27 Prozent auf rund 12,2 Millionen Euro steigern. An dritter Stelle stehen die Litigator, die ihren großen Anteil am Gesamtumsatz um 15 Prozent steigern konnten.

Mit ihrem Rekordumsatz führen die deutschen Standorte auch im europäischen Vergleich. Weltweit steigerte Hogan Lovells ihren Umsatz von 2,03 auf 2,12 Milliarden Euro. Mit 4 Prozent ist auch diese Steigerung nicht auf dem Niveau der deutschen Praxis, für die neben der führenden Corporate-Praxis (32 Prozent bzw. 70,1 Millionen Euro) auch die ‚Litigation & Arbitration‘-Praxis mit 29 Prozent (63,6 Millionen Euro) ähnlich signifikant zum Gesamtumsatz beitrug.

Das deutliche Umsatzplus führt die Kanzlei auf den Industriegruppenansatz sowie die deutsche Integration der Standorte zurück. Für beides stehen Mandate wie das zum Car2Go-DriveNow-Joint-Venture. Für die Zusammenarbeit der deutschen Standorte sorgt seit September 2018 der Münchner Partner Stefan Schuppert. Er übernimmt erstmals die Geschäftsführung der vier deutschen Standorte, die zuvor durch den kontinentaleuropäischen Managing-Partner Dr. Burkhart Goebel gesteuert wurden. Goebel leitet nun die internationale IP-Gruppe. (Martin Ströder)

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